Landkreis plant die Gründung eines Landschaftspflegeverbands

Veröffentlicht am: 20.12.2016

Naturschutzpreis 2016

Naturschutzmaßnahmen koordinieren, Kulturlandschaften erhalten: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg plant die Gründung eines Landschaftspflegeverbandes. In einem  Arbeitstreffen haben sich Akteure aus Kommunalpolitik, Landwirtschaft und Naturschutz über mögliche Rahmenbedingungen ausgetauscht.

„In der Gründung einer solchen Organisationseinheit sehen wir viele Vorteile“, betont Landwirtschaftsdezernent Friedrich Schäfer. „Denn als flächengrößter Landkreis gilt es, in Waldeck-Frankenberg weitläufige Flächen zu pflegen, Kulturlandschaften zu erhalten und einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.“ Das betont auch der Erste Kreisbeigeordnete, auf dessen Initiative die Gründung des Verbands überhaupt erst angestrebt wurde: „Ein Landschaftspflegeverband ist eine wichtige Einrichtung, die den Landkreis weiterbringen kann“, so Deutschendorf. „Ich freue mich daher, mit allen beteiligten Akteuren die nächsten gemeinsamen Schritte zu gehen.“

So ging es in dem Arbeitsgespräch erst einmal darum, die Erwartungshaltungen der einzelnen Vertreter abzuklopfen und um die Struktur, die der Verband künftig haben könnte. Dabei sind sich alle Teilnehmer einig, dass der Vorstand des Verbands künftig zu gleichen Teilen aus Vertretern aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz bestehen soll – sowohl haupt-, als auch ehrenamtlich.

Bei dem Arbeitsgespräch haben Vertreter aus der Kommunalpolitik, der Fachdienste Landwirtschaft und Naturschutz des Kreises, den Naturparks, des Nationalparks, des Maschinenrings und der Bauern- und Naturschutzverbände in einer offenen Runde konstruktiv über das Thema diskutiert – um am Ende ein bestmögliches und langfristiges Konzept auf die Beine stellen zu können.

In einem nächsten Treffen im neuen Jahr sollen die Planungen dann konkret werden. „Den Entwicklungsprozess möchten wir dabei sehr offen und transparent gestalten“, sagt der Leiter des Fachdienstes Landwirtschaft Karlfried Kukuck. „Uns ist dabei sehr wichtig, dass alle Akteure mit einbezogen werden.“