Asyl und Flucht

Das Prüfen von Asylanträgen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die Mitarbeiter bewerten, ob einem Asylantragsteller in seinem Herkunftsland Verfolgungsmaßnahmen drohen, die sein Leben oder seine Freiheit bedrohen. Der Prozess des Asylverfahrens besteht aus verschiedenen Etappen, beginnend mit der Verteilung bis hin zur Entscheidung über Verbleib oder Ausweisung.

 

Die Verteilung der Asylbewerber

Verteilung bedeutet, dass Asylsuchende nach bestimmten Kriterien einer Erstaufnahme-Einrichtung zugeordnet werden. Die Verteilung der Asylsuchenden auf die Erstaufnahme-Einrichtungen erfolgt mit Hilfe des Systems „EASY" (Erstverteilung von Asylbegehrenden). „EASY" verwaltet bundesweit die Verteilung. Sollte sich die/der Asylsuchende  noch nicht in der Einrichtung befinden der er zugewiesen wird, so muss er sich dorthin begeben. Hier ist eine Asylantragstellung möglich. Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten, um sich als Asylsuchender zu melden. Die eine ist bei Grenzübertritt, die andere nach Einreise im Inland. Die Verteilung der Asylsuchenden hängt von der Aufnahmequote für die einzelnen Bundesländer, dem „Königsteiner Schlüssel", ab. Dieser wird jährlich entsprechend der Steuereinnahmen (2/3) und der Bevölkerungszahl (1/3) der Länder berechnet. 2015 hatte NRW die höchste und Bremen die niedrigste Quote.  Hessen befand sich an fünfter Stelle.

 

Ablauf des Asylverfahrens

Die folgende Datei stellt vereinfacht den Ablauf eines Asylverfahrens eines volljährigen Antragstellers dar. Es kann bei der Menge an individuellen Fällen zu Abweichungen kommen.

Pfeil rechts orange Ablauf eines Asylverfahrens

 

Weitere Informationen gibt es beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Fragen rund um aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten beantwortet der Fachdienst Ausländerwesen.