Tolerantes Miteinander: Netzwerk für Toleranz veranstaltete Workshop mit Willinger Siebtklässlern

Veröffentlicht am: 23.06.2016

Netzwerk für Toleranz
Konflikte gemeinsam lösen, demokratische Entscheidungen treffen, andere Meinungen respektieren - einen Workshop zum Thema „Tolerantes Miteinander" veranstaltete das Netzwerk für Toleranz jetzt mit Siebtklässlern der Uplandschule. Gefördert wird das Netzwerk für Toleranz Waldeck-Frankenberg aus den Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesfamilienministeriums. Im Unterricht sollen die Themen des Workshops schlussendlich noch einmal besprochen und aufgearbeitet werden.

Das Konzept des Workshops, das die Lehrer im Vorbereitungsdienst Anna Mais und Jannik Schwebel, Schulsozialarbeiterin Ilona Reinhold sowie die Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz Ursula Müller erarbeitet haben, wurde im Rahmen eines Projekttags umgesetzt. Der Projekttag wurde von Anna Mais sowie Ilona Reinhold im Gemeindehaus Willingen durchgeführt. Unterstützt wurden sie hierbei von Sozialarbeiterin Karin Stade, die an der Uplandschule tätig ist.

So ging es bei dem Workshop zunächst mit einigen Vertrauensspielen los, die den Schülern helfen sollten, sich aufeinander zu verlassen und Unsicherheiten zu überwinden. In weiteren Einheiten sollten die Jugendlichen dann Entscheidungen treffen, versuchen, Konflikte gemeinschaftlich zu lösen und miteinander zum Ziel zu gelangen. Dementsprechend wurden Rollenspiele zur Förderung der Teamfähigkeit und Demokratieerziehung durchgeführt. Auch hier zeigte sich, dass bei genauem Hinsehen und sachlicher Abwägung viele Lösungsansätze zu finden sind.

Schulsozialarbeiterin Karin Stade, die den Workshop mit begleitete, erklärt zum Verlauf: „Es war ein voller Erfolg. Die Schüler und Schülerinnen haben super mitgearbeitet und konnten in den Nachbesprechungen die Ergebnisse sehr genau reflektieren und auf Alltagssituationen übertragen." 

Wie fühlt es sich an, in eine neue Klasse oder neue Gruppe zu kommen? Die damit verbundene Übung „In and Out" ermöglicht eine intensive Erfahrung dieser Situation und sensibilisiert gegen Ausgrenzung. Auf Wunsch der Schüler/innen wurde ein zweiter Durchgang gemacht, damit die „Außenseiter" mit keinem schlechten Gefühl in den Tag gehen mussten. Es durfte sich pro Clique einer erbarmen, den Außenseitern Brücken bauen und somit die Möglichkeit geben, aufgenommen zu werden.

Das Workshopangebot kann und soll auch an weiteren Schulen im Landkreis ausprobiert werden. Eine Multiplikatorenschulung wird im Herbst 2016 durchgeführt. Dazu können sich interessierte Schulen und Lehrkräfte bei Ursula Müller vom Netzwerk für Toleranz unter Tel. 05631/ 954-889 oder E-Mail ursula.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de melden.