Land und Landkreis fördern Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

Veröffentlicht am: 11.09.2017

Land und Landkreis fördern Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg setzt sich aktiv dafür ein, dass Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dafür hat der Fachdienst Soziale Angelegenheiten im Rahmen des Landesprogramms „WIR Fallmanager“ jetzt eine neue Stelle besetzt:  Uwe Tülp wird in der Fachstelle Migration und Integration zugewanderte Arbeitssuchende bei der Jobvermittlung unterstützen.

Als WIR-Fallmanager hat er alle integrationsfördernden Maßnahmen in Waldeck-Frankenberg im Blick und kann so für jeden Neuankömmling individuelle und passgenaue Angebote finden – von der beruflichen Förderung bis hin zur sozialen Fürsorge. „In meiner Arbeit ist der direkte Kontakt mit den Menschen sehr wichtig“, sagt Uwe Tülp. Darüber hinaus tauscht sich der Integrationscoach aber auch regelmäßig mit den Fachdiensten Ausländerwesen und Jugend in der Kreisverwaltung sowie mit dem Jobcenter und Unternehmen aus – als Bindeglied zwischen den Flüchtlingen und den jeweiligen Kooperationspartnern wie dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und den Unternehmen.

Konkrete Unterstützung für Asylbewerber bietet er bei der Ermittlung der notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen, die für eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit wichtig sind. Auf dieser Basis ermittelt er gemeinsam mit den Jobsuchenden den richtigen Berufsweg und unterstützt sie bei den Bewerbungsverfahren. Darüber hinaus steht er ihnen aber auch weiterhin während der Ausbildung, Berufspraktika oder Beschäftigung zur Seite. „Dabei geht es nicht nur um die fachliche Förderung, sondern oft um psychosoziale Unterstützung – auch um eventuell auftretenden Problemen gezielt vorzubeugen.“

Neben den Asylbewerbern ist Uwe Tülp darüber hinaus Ansprechpartner für Ehrenamtliche oder Unternehmen: eine wichtige Aufgabe seinerseits besteht darin, Ehrenamtsinitiativen zu fördern und sie zu beraten. „Wenn es um Fragen zu Praktika, Ausbildung oder Beruf geht, stehe ich den Flüchtlingshelfern – wenn gewünscht – sehr gern zur Verfügung.“

Seine Tätigkeit wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Wegweisende Integrationsansätze fördern“, kurz WIR. „Um die Strukturen in allen öffentlichen Lebensbereichen weiterzuentwickeln und allen Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft - Chancen auf Teilhabe zu eröffnen, ist der Landkreis seit 2014 Teil dieses Programms“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für den Fachbereich Soziales und Jugend Karl-Friedrich Frese. Im Rahmen einer aktiven Integrationspartnerschaft zwischen dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Land Hessen werden die Schwerpunktthemen „Willkommens- und Anerkennungskultur" und „Interkulturelle Öffnung" gemeinsam bearbeitet und umgesetzt.

Ziel ist die Umsetzung einer zukunftsorientierten Integrationspolitik für Menschen mit Migrationshintergrund als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe unter Einbeziehung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Insbesondere sollen im Rahmen des Programms eine Willkommensstruktur entwickelt und strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen und umgesetzt werden, um die Integrationsbedingungen langfristig zu verbessern.