Afrikanische Schweinepest: Verbreitung durch fachgerechte Abfallentsorgung verhindern

Veröffentlicht am: 26.07.2018

Schweine

Die Afrikanische Schweinepest hat den Weg nach Europa gefunden. In Deutschland gab es noch keine Erkrankungen; auch für den Landkreis Waldeck-Frankenberg sieht der Fachdienst Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Tierschutz zurzeit keine akute Gefahr. Damit dies so bleibt, sind entsprechende Präventionsmaßnahmen unerlässlich. Eine davon ist eine fachgerechte Abfallentsorgung, denn: die Tierseuche breitet sich häufig über achtlos weggeworfene Speisereste aus den betroffenen Ländern aus. Der Landkreis ruft daher zur Achtsamkeit auf.

Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest vollkommen ungefährlich. Bei Schweinen kann sie jedoch ganze Bestände und damit den gesamten Fleischmarkt bedrohen. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten gilt es, hier eine engmaschige Vorsorge zu treffen. Da das Virus nicht nur durch direkten Kontakt der Tiere, sondern auch durch tierische Erzeugnisse, Rohstoffe und insbesondere Speisereste übertragen werden kann, sind alle Bürgerinnen und Bürger zur Vorsicht aufgerufen.

So sollte man im eigenen Haushalt darauf achten, dass Speiseabfälle immer fachgerecht entsorgt werden – Fleischabfälle sollten dabei immer in die Biotonne wandern oder in einen geschlossenen Kompostbehälter und nicht auf für Tieren zugänglichen Kompostflächen entsorgt werden. Weiterhin sollten auch Touristen darauf achten, möglichst keine Wurstwaren aus betroffenen Ländern mit nach Deutschland zu bringen, da diese mit dem Virus behaftet sein könnten. Weiterhin gilt: insbesondere an Raststätten die Speiseabfälle in die dafür vorgesehen geschlossenen Müllbehälter zu werfen. Um Touristen oder auch Fernfahrer über diese Thematik zu informieren, hängen an den meisten Rastplätzen bereits Schilder in den entsprechenden Sprachen. Gleiches gilt aber beispielsweise auch für Grillfans, die – wenn sie die öffentlichen Grillplätze nutzen – darauf achten sollten, dass keine Speisereste in der Natur verbleiben.

Weiterhin sollten auch Schweinehalter im Landkreis entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Tiere vorbeugend zu schützen. Dazu gehört, dass diese nicht in Kontakt mit Wildschweinen kommen. Auch die entsprechenden Hygienemaßnahmen, die in großen Beständen bereits Standard sind, sollten gerade auch Hobbyhalter oder Halter kleiner Bestände unbedingt einhalten. Dazu gehört es auch, die Ställe entsprechend zu sichern.

Um für den Fall der Fälle bestmöglich vorbereitet zu sein, trifft der Landkreis seit einigen Jahren entsprechende Vorkehrungen und befindet sich dazu auch in engem Austausch mit der Jägerschaft, die bereits jetzt bei ihrem erlegten Wild, Fall- und Unfallwild oder auffällig kranken Tieren entsprechende Stichproben nehmen, um im Ernstfall einen Ausbruch schnell erkennen und damit gezielt bekämpfen zu können.