EKB Deutschendorf: Kompromiss zur Realisierung der K 58

Veröffentlicht am: 06.06.2012

Die Sanierung der Kreisstraße 58 zwischen Lelbach und Lengefeld ist wieder in greifbare Nähe gerückt. Davon ist Erster Kreisbeigeordneter und Baudezernent Jens Deutschendorf überzeugt. Nachdem zwischen dem Landkreis, der Stadt Korbach sowie den Grundstückseigentümern entlang der K 58 ein Kompromiss ausgehandelt worden war, der neben der Straße noch einen Radweg quasi als Sicherheitsstreifen vorsah, machte die Nachricht von Hessen Mobil, der Radweg sei nicht förderfähig, vor wenigen Wochen die Hoffnungen wieder zunichte.

Wegen des geringen Verkehrsaufkommens auf der K 58 wurde eine verkehrssichere Mitnutzung der Fahrbahn durch die Radfahrer als möglich eingestuft. Damit entfiel zugleich die Förderfähigkeit des Radweges, der immerhin mit Kosten in Höhe von 400.000 Euro veranschlagt wird.

„Nachdem das Projekt mehrmals unmittelbar vor Erreichen der Ziellinie gescheitert ist, haben wir das Gespräch mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie mit Hessen Mobil gesucht, um eine Lösung zu finden", berichtete Deutschendorf. Das Ministerium habe daraufhin Hessen Mobil gebeten, bei der Ermittlung der förderfähigen Kosten für den Ausbau der K 58 die planfestgestellte Variante als Grundlage zu nehmen.

Da dort u.a. eine Leitschutzplanke vorgesehen war, die durch den Bau des Radwegs überflüssig wird und auch einige andere Bauaufwendungen sich reduzieren, werden die tatsächlichen Kosten für den Radwegebau voraussichtlich von 400.000 auf 280.000 Euro sinken. Die entstehenden Kosten des Gesamtprojektes werden zwischen Kreis und Stadt aufgeteilt.

„Die Stadt Korbach ist der Baulastträger für den Rad- und Gehweg", stellte der Erste Kreisbeigeordnete fest. „Sie plant die Maßnahme aber nicht aus Eigennutz, sondern sie liegt auch im Interesse des Landkreises". Deutschendorf hält in Abstimmung mit Hessen Mobil eine Übernahme von zwei Dritteln der reinen Baukosten durch den Landkreis für vertretbar. Das wären 187.000 Euro. Für die Stadt Korbach verblieben damit 93.000 Euro. Zusätzlich trägt die Stadt die Kosten für die Bauleitplanung in Höhe von ca. 100.000 €.  

Der Kreis hat in seinem Haushalt 1,8 Mio. Euro für die Sanierung der K 58 eingestellt, aktuell ist aber nur mit Kosten von 1,65 Mio. Euro zu rechnen, so dass 150.000 Euro Verfügungsmasse blieben. Diese könnten nach Deutschendorfs Ansicht in den Kreisanteil für den Radwegebau fließen.

„Eine Entscheidung über die mögliche Kostenverteilung zwischen Stadt und Landkreis ist kurzfristig erforderlich, um die Realisierung der Maßnahme durch Hessen Mobil auf den Weg zur bringen", so Deutschendorf. „Das Zeitfenster ist begrenzt und wir müssen uns beeilen, wenn in diesem Jahr noch mit der Baumaßnahme begonnen werden soll, was sicher in unser aller Interesse liegt".

Derzeit arbeite Hessen Mobil bereits an der Ausschreibung, auch die zuständigen Gremien von Kreis und Stadt werden sich zeitnah mit der Thematik befassen.