Gästecard eröffnet neue Perspektiven für Tourismus in Nordhessen

Veröffentlicht am: 17.10.2012

Der Aufsichtsrat des Regionalmanagements Nordhessen hat in seiner heutigen Sitzung grünes Licht für die Einführung einer Gästecard in der Destination Grimm-Heimat Nordhessen gegeben. In einer ersten Phase wird die umlagefinanzierte all-inclusive-card im Waldecker Land unter dem Label „Meine Card plus" zum Einsatz kommen. Außerdem soll es regionalisierte Varianten für Willingen, Bad Arolsen und den Bereich Edersee geben. Für den Ersten Kreisbeigeordneten und auf Kreisebene für das Tourismusmarketing zuständigen Dezernenten Jens Deutschendorf ist dies ein Meilenstein, der nach seiner Einschätzung der Fremdenverkehrsbranche in Waldeck-Frankenberg wie auch in der Destination GrimmHeimat Nordhessen insgesamt neue Impulse verleihen wird.

Künftig erhalten Gäste beim Einchecken in ihrem Hotel oder Beherbergungsbetrieb, sofern dieser sich an der Aktion beteiligt, die kostenlose Gästecard. Diese wird vom teilnehmenden Betrieb pro Übernachtung mit einem Pauschalbetrag an den Betreiber der Gästeklarte, das Destination Management Center (DMC) GrimmHeimat Nordhessen, einer Tochtergesellschaft des Regionalmanagements, finanziert. Mit der Karte können Touristen dann den Öffentlichen Personennahverkehr sowie viele Freizeiteinrichtungen kostenlos nutzen, beispielsweise Schwimmbäder, Museen, in Waldeck-Frankenberg u.a. auch das Nationalparkzentrum, den Tierpark Edersee, das Maislabyrinth in Basdorf oder das Residenzschloss in Bad Arolsen. Alleine in Willingen beteiligen sich rund 30 Einrichtungen mit einem breiten Angebotsspektrum.

„Wer in der ersten Liga der Tourismusregionen in Deutschland mitspielen will, braucht ein derartiges Serviceangebot", zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete überzeugt. „Andere Fremdenverkehrsgebiete haben derartige Gästecards bereits eingeführt und durchweg gute Erfahrungen damit gemacht". Ähnlich strukturierte Angebote gibt es u.a. in Oberstaufen, Bad  Hindelang, im Hochschwarzwald, in der Region Allgäu-Tirol-Ammergauer Alpen, aber auch in Winterberg, und damit in unmittelbarer Nachbarschaft.

In diesen Regionen habe sich gezeigt, dass die Kartensysteme sehr gute Marketinginstrumente seien, die zu einer deutlichen Steigerung der Übernachtungs- und Auslastungszahlen geführt hätten. „Für den Gast ist das all inclusive Kartenangebot quasi gleichbedeutend mit einem Urlaub ohne Nebenkosten und so etwas erweist sich als starkes Argument auf einem umkämpften Markt", stellte Deutschendorf fest.

Auch wenn man in der Einführungsphase noch von einem Defizit ausgehen müsse, das zum Teil von den angeschlossenen Tourismusregionen getragen werde, so sei er dennoch davon überzeugt, dass sich die Gästekarte bewähren werde, so der Erste  Kreisbeigeordnete. Auch das Stadtmarketing Kassel und die Region Habichtswald hätten bereits Interesse signalisiert, so dass das Angebot schon bald von einer breiten Basis getragen werde.