Projekt „HaLT“ gegen Komatrinken bei Jugendlichen wird um zwei Jahre verlängert

Veröffentlicht am: 02.12.2013

HaLT in Hessen

Immer wieder werden junge Menschen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Mit dem Präventionsprogramm des Landes Hessen „Hart am Limit“, kurz HaLT, möchte der Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit verschiedenen Akteuren dem Alkoholmissbrauch Jugendlicher entgegen wirken. Landrat Dr. Reinhard Kubat hat nun verkündet, dass das Projekt „HaLT in Hessen“ um zwei Jahre verlängert wird.

„Uns geht es darum, auf die Risiken von Alkoholmissbrauch und einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol aufmerksam zu machen und Suchtgefährdete wieder auf den richtigen Weg zu bringen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. „Umso erfreulicher ist es, dass das Land Hessen die entsprechenden Mittel für eine Laufzeit von zwei weiteren Jahren bereitstellt.“ Da auch die beteiligten Krankenkassen ihr Einverständnis gegeben haben, kann das nunmehr seit drei Jahren laufende Projekt bis Ende 2015 fortgeführt werden.

Dieses basiert auf zwei Säulen: innerhalb des „proaktiven“ Bausteins soll der riskante Alkoholkonsum Jugendlicher durch Präventionsarbeit bereits im Vorfeld verhindert werden. Der „reaktive“ Baustein hingegen bietet betroffenen Jugendlichen und Eltern konkrete Hilfe und Beratung an. Dies geschieht in der Regel bereits am Krankenbett. Nach übermäßigem Alkoholkonsum wird Jugendlichen – nach Einwilligung der Eltern – ein Beratungsgespräch mit speziell geschulten HaLT-Fachkräften des Diakonischen Werkes Waldeck-Frankenberg vermittelt. Diese sprechen noch vor Ort mit den Betroffenen und versuchen die Ursachen für den Alkoholmissbrauch zu ergründen.

Damit eine Beratung auch langfristig Erfolg hat, gibt es nach dem ersten Gespräch im Krankenhaus ein weiteres Treffen der Betroffenen mit den HaLT-Fachkräften. In diesem Gespräch werden nochmals die Ursachen für den Alkoholmissbrauch aufgearbeitet. Auf diese Art und Weise sollen gefährdete Jugendliche von einer Suchtkarriere abgehalten werden. Initiiert wurde das Projekt in Waldeck-Frankenberg vom Landkreis und dem Diakonischen Werk gemeinsam mit den ansässigen Krankenhäusern und weiteren Akteuren.