Nahverkehrspreise nach Mittel- und Südhessen sollen verbessert werden

Veröffentlicht am: 07.03.2014

Bahn
Landrat Dr. Reinhard Kubat und der neue Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes, Wolfgang Rausch, sind sich einig: Die Preise für den Nahverkehr aus Waldeck-Frankenberg Richtung Mittel- und Südhessen müssen attraktiver werden. Rausch will dazu Gespräche mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) führen.

Wer in die Stadt Marburg oder den Landkreis Marburg-Biedenkopf fährt, hat heute bereits keine Probleme, da hier der Übergangstarif gilt. Wer nur Bahn fährt, beispielsweise nach Gießen oder Frankfurt unterwegs ist, sollte den Bahntarif lösen; die BahnCard wird anerkannt; auch das ist unproblematisch.

Teuer wird es für die Fahrgäste, die nicht nur Bahn fahren, die beispielsweise in Gießen oder Frankfurt auch den Stadtverkehr nutzen wollen oder in Waldeck-Frankenberg per Bus zum Zug kommen. Sie müssen weitere Fahrscheine extra kaufen.

"Das darf auf Dauer nicht so bleiben", sind sich Kubat und Rausch einig. Die Verhandlungen werden nicht einfach werden, denn zusätzliche Leistungen sind nicht zum Nulltarif zu bekommen und die Problematik besteht nicht nur an der südlichen Kreisgrenze von Waldeck-Frankenberg. Dennoch ist Rausch optimistisch, eine tragfähige Lösung erreichen zu können. Auch in der umgekehrten Richtung von Süd- und Mittelhessen aus dem RMV-Gebiet nach Waldeck-Frankenberg gibt es einen Bedarf, der wachsen wird, wenn der Streckenabschnitt Frankenberg - Korbach reaktiviert ist. Spätestens bis dann muss eine Lösung gefunden sein.