Interkommunale Zusammenarbeit: Regierungspräsident Lübcke überreicht Förderbescheid über 100.000 Euro

Veröffentlicht am: 11.06.2014

Geld
Die GDI Waldeck-Frankenberg, der alle 22 Kommunen und der Landkreis angehören, erhält finanzielle Unterstützung vom Land Hessen. Einen Förderbescheid über 100.000 Euro überreichte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke im Korbacher Kreishaus an Landrat Dr. Reinhard Kubat als Vorsitzendem des kommunalen Zusammenschlusses von Landkreis und Kommunen.

Die steigenden Anforderungen an die Kommunen machen eine intensivere Zusammenarbeit untereinander notwendig. Durch die Schaffung einer Geodateninfrastruktur wird diese grenzübergreifende Zusammenarbeit gefördert und auf allen Verwaltungsebenen verbessert, da der Austausch und die gemeinsame Nutzung von Geoinformationen optimiert werden.

Ziel und Zweck der GDI ist die vereinfachte Datenverarbeitung durch gegenseitigen Zugriff aller Mitglieder auf die zur Verfügung gestellten Daten. Dies führt zu aktuelleren Daten bei geringeren Zugriffszeiten für die kommunalen Nutzer.Weiterhin die Kostenreduzierung durch Vernetzung und Veröffentlichung einer gemeinsamen digitalen Geoinfrastruktur auf Landkreisebene, Vermeidung von Doppelarbeit sowie gemeinsame Nutzung von Hard- und Software. Darüber hinaus die Förderung der regionalen Zusammenarbeit und Bündelung vorhandener Kompetenzen sowie die Erfüllung der INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen der Aufbau und Betrieb eines kommunalen Geoservers zur Erfüllung der INSPIRE-Richtlinie, die Aufbereitung der Bauleitplanung und Demografische Analysen umgesetzt werden. Federführend für die GDI Waldeck-Frankenberg ist der Landkreis. Beratend und unterstützend steht das Amt für Bodenmanagement Korbach zur Verfügung. Die Mitglieder vereinbaren regelmäßige Kooperationstreffen. Das erste Treffen findet am 4. Juli 2014 statt. Ziel ist der Aufbau einer Geodateninfrastruktur zur Unterstützung von Planungsprozessen und strategischen Entscheidungen.

Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Förderprogramms zur interkommunalen Zusammenarbeit des Landes Hessen in Höhe von 100.000 Euro und durch eine jährliche kommunale Umlage. Alle Mitglieder haben darüber hinaus in der Zukunft die Möglichkeit zum Aufbau eines kreisweiten kommunalen Geoinformationssystem (KreisGIS).


Hintergrundinformation

Die HVBG ist eine moderne und zukunftsorientierte Verwaltung des Landes Hessen mit circa 1.600 Beschäftigten. Sie gliedert sich in das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) als Mittelbehörde und sieben Ämter für Bodenmanagement (ÄfB) mit fünf Außenstellen sowie Anlaufstellen. Sie vereint die Landesvermessungs-, Kataster- und Flurbereinigungsbehörden in Hessen. Zu ihren Kernkompetenzen zählt das Führen des Liegenschaftskatasters; sie sichert damit das Eigentum an Grund und Boden.

Weiterhin fördert sie die nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung ländlicher und urbaner Lebensräume durch die Instrumente der Flurneuordnung und des städtebaulichen Bodenordnungsrechts und stellt mit den Daten des Liegenschaftskatasters und der Landesvermessung Geobasisdaten als Grundlage für zahlreiche Fachinformationssysteme (z. B. im Bereich Ver- und Entsorgung, Umweltinformation und Verkehr) zur Verfügung. Sie unterhält  einen einheitlichen amtlichen Raumbezug zur Positionierung sämtlicher grundstücks- und landschaftsbezogener Informationen.

Die HVBG sorgt für die Koordination der Geodateninfrastruktur Hessen (GDI-Hessen), über die verteilt vorliegende Geodaten sinnvoll genutzt werden können. Mit ihren Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte schafft die HVBG Transparenz auf den Immobilienmärkten durch die Ermittlung und Bereitstellung aktueller Marktdaten (Immobilienwertermittlung). Weitere Informationen zur HVBG erhalten Sie unter http://www.hvbg.hessen.de/