Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung unternimmt Fachexkursion in Nachbarkreise

Veröffentlicht am: 22.07.2014

Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung unternimmt Fachexkursion in Nachbarkreise
Um sich über grenznahe beispielhafte Projekte der Regionalförderung und der Dorfentwicklung zu informieren, hat der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung kürzlich eine Fachexkursion in die benachbarten nordrhein-westfälischen Kreise Hochsauerland und Siegen-Wittgenstein unternommen - ein fruchtbarer Austausch mit vielen Akteuren vor Ort inklusive.

Gemeinsam mit Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalenagentur in Olpe hatte Fachdienstleiter Dr. Jürgen Römer ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. So besichtigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes zunächst das Kultur- und Tourismusprojekts „KUMA" in Medebach-Oberschledorn. Rund um die über mehrere Generationen in dem Dorf wirkende Kirchenmalerfamilie Bergenthal und ihr künstlerisches Erbe ist dort in einer ehemaligen Bankfiliale ein außerschulischer Lernort für Kunst entstanden. In einem Gebäudeleerstand in der Ortsmitte direkt daneben entsteht derzeit mit EU-Fördermitteln ein Ausstellungshaus.

Im Medebacher Stadtteil Referinghausen ging es um das „Q-Dorf" - ein Projekt, in dessen Mittelpunkt die für das Dorf kennzeichnende Milcherzeugung steht. Hier wird ein neues Dorfzentrum geschaffen, ein Milchpfad mit informativen und unterhaltsamen Tafeln existiert bereits; Milchprodukte können an einem Kühlschrank mitten im Ort zu jeder Zeit gekauft werden.

Darüber hinaus stand ein Besuch In Elsoff, Stadtteil von Bad Berleburg und unmittelbar an der Grenze zu Waldeck-Frankenberg gelegen, auf dem Programm. Dort hat sich durch vielfältige soziale und diakonische Aktivitäten der evangelischen Kirchengemeinde das dörfliche Leben der sieben zur Kirchengemeinde gehörigen

Orte spürbar verbessert. Geburtenzahlen steigen, Leerstände gehen zurück, die Kirchengemeinde hat einen ausgeglichenen Haushalt. Dies wusste der ansässige Pfarrer Dr. Ralf Kötter zu berichten, der auch die anschließende Diskussionsrunde zu diesem Thema leitete, bevor die Exkursion endete. Durch den Austausch mit Akteuren vor Ort konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes zahlreiche Anregungen für die eigene Arbeit und mögliche Kooperationen über Landesgrenzen hinaus mitnehmen.