Infoveranstaltung zur Einrichtung eines Asylbewerberheims im ehemaligen EAM-Gebäude in Frankenberg

Veröffentlicht am: 26.09.2014

Kreishaus
In der vergangenen Woche sind Pläne öffentlich geworden, im ehemaligen EAM-Gebäude in der Wilhelm-Finger-Straße in Frankenberg eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber einzurichten. Bis zu 66 Personen könnten nach dem Umbau dort einziehen. Das Objekt war im Rahmen des vom Landkreis durchgeführten Interessenbekundungsverfahrens in die Diskussion gebracht und nach intensiver Prüfung als geeignet eingestuft worden.

In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Kritik gegeben, da sich nicht alle Nachbarn ausreichend informiert fühlten. Das Ehepaar Ahlborn hatte als Betreiber des Projektes bereits angekündigt, eine Informationsveranstaltung durchzuführen. Diese findet nun am Donnerstag, dem 02. Oktober um 17.00 Uhr im ehemaligen Kreistagssitzungssaal (I. Obergeschoss) der Verwaltungsaußenstelle des Landkreises (altes Landratsamt) in Frankenberg statt.Außer den Betreibern werden auch Bürgermeister Rüdiger Heß, Landrat Dr. Reinhard Kubat sowie Vertreter der zuständigen Fachdienste beim Landkreis (Soziales, Ausländerwesen) anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Landrat und Bürgermeister weisen in diesem Zusammenhang noch einmal gemeinsam auf die besondere soziale und humanitäre Bedeutung des Projektes hin. „Wir stehen gerade vor einer großen humanitären Herausforderung angesichts der Flüchtlingsströme, die aufgrund der Krisenherde insbesondere im Syrien und im Irak nach Europa nach Deutschland kommen", so der Landrat. „Wir wollen unserer Verpflichtung gerecht werden und den Menschen, die meist nicht mehr als ihr Leben retten konnten, einen menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen". Der  Kreis sei dankbar für jede Initiative, die dazu beitrage, die Unterbringungssituation für die Flüchtlinge zu verbessern.

Bürgermeister Rüdiger Heß sieht eine besondere Verpflichtung bei den Mittelzentren im Landkreis. „Bislang befinden sich die meisten Flüchtlingsunterkünfte im dörflichen Bereich", stellt der Frankenberger Rathauschef fest. „Aber gerade in den Städten sind die Möglichkeiten der Betreuung und Integration wesentlich besser". Landrat und Bürgermeister setzen daher auf Information der Bevölkerung und hoffen auf große Resonanz bei der Veranstaltung.