Interkulturelle Kommunikation: Netzwerk für Toleranz schult künftige ehrenamtliche Übersetzer

Veröffentlicht am: 19.12.2014

Netzwerk für Toleranz
Andere Länder, andere Sitten: damit im Umgang mit Menschen anderer Kulturen keine Missverständnisse und Kommunikationsprobleme entstehen, hat das Netzwerk für Toleranz jetzt seine ehrenamtlichen Übersetzer und Betreuer geschult. Diese werden künftig ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kreis beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen und ihnen im Alltag helfen. Manche sind bereits aktiv.

Wie geht man beispielsweise als Frau mit Männern anderer Kulturkreise um, in denen das weibliche Geschlecht oft einen anderen Stellenwert besitzt? Wo liegen in anderen Ländern die Toleranzgrenzen? Und welche Berührungspunkte können den Unwillen internationaler Mitbürgerinnen und Mitbürger hervorrufen? Im Rahmen des Seminars „Interkulturelle Kommunikation" lernten die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Verhaltensweisen im Umgang mit Menschen anderer Kulturen beachtet oder wie sie eingeschätzt werden müssen.

„Deutschland ist ein sehr tolerantes und offen eingestelltes Land", sagt die Netzwerk-Koordinatorin Ursula Müller. „Wenn wir aber Menschen aus anderen Kulturen helfen möchten, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren, müssen wir ihnen auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen." Dazu gehöre es auch, ihre Sitten und Bräuche zu kennen und sich dementsprechend zu verhalten. Nur dann könne man die Menschen auch in anderen Bereichen unterstützen - beim Überwinden der Sprachbarriere, bei Verwaltungsgängen oder um ihnen Hilfestellung im Alltag zu leisten.

Geleitet wurde das Seminar von dem Soziologen Robert Merz, organisiert durch das „Netzwerk für Toleranz" im Fachbereich Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Merz selbst kennt als Deutschamerikaner Formen von Diskriminierung und konnte so authentisch für die Thematik sensibilisieren.

Um ehrenamtliche Arbeit wie diese auch weiterhin zu unterstützen, möchte der Kreis langfristig eine Anlaufstelle für das Qualifizierungsprogramm des Landes Hessen einrichten. Erste Gespräche dazu gab es bereits. Ansprechpartnerin hierfür ist der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, Frau Müller, Tel. 05631/ 954-120, E-Mail tanja.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de. Weitere Informationen zum Netzwerk für Toleranz gibt es bei der Koordinatorin Ursula Müller unter Tel.: 05631/ 954-889 oder E-Mail ursula.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de.