Integration von Flüchtlingen, Toleranz, Jugendbildung: Netzwerk für Toleranz fördert Projekte

Veröffentlicht am: 20.05.2015

Integration von Flüchtlingen, Toleranz in Schulen, Jugendbildung: Netzwerk für Toleranz fördert Projekte im Kreis
Im Rahmen des Programms „Demokratie leben" des Bundesfamilienministeriums fördert das Netzwerk für Toleranz des Landkreises vier Projekte zur Integration von Flüchtlingen, Toleranz in Schulen und in der außerschulischen Jugendbildung. Die entsprechenden Bescheide wurden jetzt im Korbacher Kreishaus übergeben.

Finanziell unterstützt wird unter anderem ein Sportprojekt des VfL Bad Arolsen. Die Sportler haben sich zum Ziel gesetzt, durch ein regelmäßiges Hallenhockey-Angebot die Integration von Flüchtlingen zu verbessern - kombiniert mit einer sprachlichen Unterstützung. Das Projekt wurde zunächst auf zehn Übungstermine festgesetzt, wird aber wegen der vielen positiven Rückmeldungen weitergeführt. Die Bad Arolser Sportler erhalten einen Förderbetrag von rund 380 Euro - und können damit einen Großteil ihrer Projektkosten abdecken.  

Darüber hinaus bekommt das Jugendhaus Bad Wildungen einen Zuschuss für sein Open Air-Konzert zum Thema „Gemeinsam für Toleranz in Bad Wildungen", welches am 5. Juni dieses Jahres stattfinden wird. Mithilfe der finanziellen Förderung mit dem Höchstbetrag von 500 Euro können die Organisatoren Plakate und Festivalbändchen anfertigen lassen.

Ein geschichtliches und sehr aktuelles Projekt zugleich plant der Verein „Rückblende - Gegen das Vergessen e.V." in der Zeit vom 25. bis 31. Mai. Dabei erforschen polnische und deutsche Schüler die Spuren des Holocaust in Volkmarsen und Vöhl - und vertiefen mit diesem Projekt ihre gemeinsame Freundschaft. Auch diese Idee sponsert das Netzwerk für Toleranz mit dem Höchstbetrag von 500 Euro.

Mit der Förderung des Projekts „Straßenfußball für Integration, Toleranz und Fair Play" kommt einer weiteren sportlichen Initiative  ein Betrag von 400 Euro zugute. Dieses stieß bereits im vergangenen Jahr auf starke positive Resonanz - und wird bis Ende Juli an mindestens zwölf Schulen im Landkreis angeboten. Mit dem Zuschuss ist das Team in der Lage, über die Hälfte der Gesamtkosten zu decken.

„Wir freuen uns, dass sich diese Projekte für die Integration von Flüchtlingen und Toleranz in Waldeck-Frankenberg einsetzen", lobt Landrat Dr. Reinhard Kubat das Engagement der Projektteams. „Denn sie fördern ein friedliches und buntes Miteinander - und bauen so den Landkreis als Ort der Vielfalt und Toleranz noch weiter aus."

Der Förderung der Projekte hat die Steuerungsgruppe des Netzwerks für Toleranz zugestimmt. „Sie erfolgt aus dem Struktur- und Aktionsfond des Programms „Demokratie leben", in das das Netzwerk seit Anfang des Jahres aufgenommen wurde", erläutert die Netzwerkkoordinatorin Ursula Müller. Auch weitere Interessenten haben die Möglichkeit, Projektanträge zu stellen. Die entsprechenden Antragsformulare und Richtlinien gibt es auf der Homepage des Netzwerks unter http://www.toleranzwafkb.de/ oder bei der Koordinatorin des Netzwerks Ursula Müller, Tel.: 05631 - 954 889, E-Mail: ursula.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de.