Landrat Dr. Reinhard Kubat übergibt Bericht im Fall Wilke an Staatsministerin Hinz

Veröffentlicht am: 25.10.2019

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Fristgerecht hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg den von vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angeforderten Bericht zum Fall der Schließung der Firma Wilke „Waldecker Fleisch- und Wurstwaren in Twistetal-Berndorf" Staatsministerin Priska Hinz per E-Mail zukommen lassen. „Wir haben auf über 40 Seiten mit Anlagen nicht nur den Fragenkatalog des Ministeriums detailliert beantwortet, sondern insgesamt die Vorgänge und Fakten rund um die Firma Wilke zusammengestellt", erläutert Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Nachdem bekannt geworden war, dass durch Produkte des Unternehmens Menschen zu Schaden gekommen waren und sogar Todesfälle auf den Verzehr der Produkte zurückgeführt werden, hatte der Landrat bereits erklärt, dass niemand ein größeres Interesse an der lückenlosen Aufklärung der Vorkommnisse habe als der Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Kubat hob hervor, unabhängig von einer abschließenden Bewertung, die mit den anderen beteiligten Behörden gemeinsam vorgenommen werden solle, habe die Aufarbeitung und die Zusammenstellung der Fakten ergeben, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises in einem sehr komplexen und auch durch die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht einfachen Fall nach geltendem Recht und nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätten, um weiteren Schaden abzuwenden – und dies in enger Abstimmung mit Ministerium und Regierungspräsidium.

Mit engmaschigen Kontrollen und Bußgeldern, mit Produktrückrufen und schließlich der Schließung sei gegen ein Unternehmen vorgegangen worden, dass sich leider nicht so wie vorgeschrieben verhalten und versucht habe, die Behörden mit beachtlicher Energie zu hintergehen. Dass der Versuch des Unternehmens juristisch scheiterte, den Produktionsbetrieb wieder aufzunehmen, zeige die Professionalität der Arbeit der Verwaltung. Kubat verwahrte sich in diesem Zusammenhang gegen die in Teilen der Öffentlichkeit geäußerte Kritik an Lebensmittelüberwachung und Veterinärverwaltung.

Er gehe davon aus, so der Landrat abschließend, dass das Ministerium den Bericht in den nächsten Tagen akribisch durcharbeiten werde und es dann zu einem Treffen aus Ministerium, Regierungspräsidium und Landkreis komme, um eine gemeinsame abschließende Bewertung vorzunehmen und darüber zu sprechen, welche Konsequenzen notwendig seien.