Wohnungsbauförderung

Wohnungsbauförderung

Förderprogramme des Landes Hessen
(Stand: 01.06.2020)
 

a) Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum

Für die erstmalige Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum durch Neubau oder Erwerb von neu geschaffenem Wohnraum werden vom Land Hessen gemeinsam mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) auf der Grundlage des Hessischen Wohnraumförderungsgesetzes (HWoFG) vom 13.12.2012 zinsgünstige Baudarlehen bereitgestellt.

Gefördert wird mit folgenden Programmen:
Hessen-Darlehen Neubau
Hessen-Darlehen Bestandserwerb

Die Fördermittel können nur unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. Einhaltung von Kostenobergrenzen, Wohnflächenobergrenzen, Einkommensgrenzen, Belastungsgrenzen, Nachweis über mindestens 15 % Eigenleistung (davon mindestens 10 % Eigenkapital) pp., gewährt werden. Die Darlehenshöhe liegt sowohl bei Neubauten als auch beim Bestandserwerb bis zu 50 % der Gesamtkosten, jedoch nicht mehr als 90.000 €. Die Zinsen bewegen sich ca. 30 % unter dem Kapitalmarktniveau und sind 20 Jahre festgeschrieben bei einem Zinssatz von 0,80 % / effektiver Zinssatz 0,89 %.

Nähere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links der WIBank:

https://www.wibank.de/wibank/hessen-darlehen-neubau/hessen-darlehen-neubau-neubau-einer-selbstgenutzten-immobilie--307036

https://www.wibank.de/wibank/hessen-darlehen-bestandserwerb/hessen-darlehen-bestandserwerb-erwerb-einer-selbst-genutzten-immobilie--307042


b) Förderung des Mietwohnungsbaus

Für die Schaffung von Neubaumietwohnungen im sozialen Wohnungsbau können Darlehen vom Land Hessen beantragt werden. Damit wird die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum gefördert. Förderungsmittel dieses Programmes dienen der Versorgung von Haushalten, die sich am Wohnungsmarkt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können. Vorrangig gefördert werden Maßnahmen mit einem möglichst niedrigen Energiebedarf, insbesondere Gebäude, die in Passivhausbauweise erstellt werden. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die das Bauvorhaben für eigene oder fremde Rechnung im eigenen Namen durchführen oder durch Dritte durchführen lassen (Bauherrschaft). Die Förderung besteht in der Gewährung von Darlehen mit 0,6 % Zinsen (fest für 20 oder 25 Jahre) sowie einem Finanzierungszuschuss. Dieser beträgt bei einer Bindungsdauer vn 20 Jahren 20 % und bei einer Bindungsdauer von 25 Jahren 25% des bewilligten Baudarlehens. Die Darlehenshöhe errechnet sich nach der Wohnfläche, den Grundstückskosten und einem evtl. Zuschlag für rollstuhlgerechte Wohnungen. Eine kommunale Mitfinanzierung von mindestens 10.000 € je Wohneinheit ist erforderlich.

https://www.wibank.de/wibank/hessisches-mietwohnungsbauprogramm/soziale-wohnraumfoerderung--neubau-von-mietwohnungen/307058

c) Förderung der Modernisierung von Mietwohnraum

Mit Darlehen gefördert wird die Modernisierung von Mietwohngebäuden, die mindestens seit 20 Jahren bezugsfertig sind. Die geplante Modernisierung muss mindestens vier Wohnungen umfassen. Die geförderten Wohnungen unterliegen Belegungs- und Mietbindungen. Die Wohnungen sollen nach Abschluss der geförderten Modernisierung möglichst dem aktuellen Ausstattungsstandard des sozialen Wohnungsbaues entsprechen. Die Darlehenssumme beträgt bis zu 85 % der förderfähigen Kosten sowie einem zusätzlichen Finanzierungszuschuss von 10 % des bewilligten Förderdarlehens.

Förderfähig ist die Modernisierung von Wohnungen durch bauliche Maßnahmen, insbesondere die Verbesserung

  • des Wohnungszuschnittes, z. B. durch Zusammenlegung kleiner Wohnungen zu einer großen Wohnung für kinderreiche Familien,
  • der natürlichen Belichtung und Belüftung,
  • der Beheizung, falls die Vorhaben nicht im Rahmen der Programme der KfW finanziert werden können,
  • der Energieversorgung, der Wasserversorgung (Verbrauchsreduzierung, Messung des Trinkwasserverbrauchs),
  • der sanitären Einrichtungen, der Entwässerung und des Feuchtigkeitsschutzes,
  • des Schallschutzes,
  • der baulichen Eignung einer Wohnung für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen und
  • der unmittelbaren Umgebung des Wohngebäudes (Grünflächen, Kinderspielplätze).

Vorrangig gefördert wird die Modernisierung bei gleichzeitiger Durchführung energetischer Maßnahmen.
Nicht gefördert werden können energetische Maßnahmen, die die KfW im Rahmen ihrer Programme fördert.

Belegungsbindung
Der Zeitraum der Bindung beträgt 10 Jahre ab erster Auszahlung des Darlehens.

Bei einem Mieterwechsel sind die Wohnungen Wohnungsuchenden zu überlassen, deren Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Einkommensgrenzen betragen derzeit:

  • Für einen Einpersonenhaushalt 15.572 €,
  • für einen Zweipersonenhaushalt 23.626 €,
  • zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 5.370 €.
  • Für jedes zum Haushalt rechnende Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 650 € jährlich.

Für die Einkommensermittlung sind die §§ 6 und 7 Hess. Wohnraumförderungsgesetz (HWoFG) anzuwenden. Die Wohnberechtigung ist mit einem Wohnberechtigungsschein gemäß § 17 HWoFG nachzuweisen.

Die, durch die Modernisierung bedingte Mieterhöhung, ist auf höchstens 2,00 € je m² Wohnfläche und Monat begrenzt. Bis zum Ablauf von fünf Jahren nach Abschluss der Modernisierung sind daneben keine weiteren Mieterhöhungen zugelassen.

https://www.wibank.de/wibank/modernisierung-von-mietwohnungen/soziale-wohnraumfoerderung--modernisierung-von-mietwohnungen-/306946

d)  Förderung des behindertengerechten Umbaus von selbstgenutztem Wohneigentum

Das Land Hessen gewährt im Rahmen eines Landesprogramms durch die WIBank Kostenzuschüsse für den Umbau von Wohnraum, damit behinderte Menschen darin einen eigenen Haushalt führen sowie selbstständig und unabhängig leben können. Weiterhin sollen die Wohngebäude und die Wohnungen barrierefrei erreichbar sein.

Es werden bauliche Maßnahmen, Einrichtungen und Ausstattungen an und in selbstgenutzten bestehenden Wohngebäuden und auf dem Wohngrundstück mit Kostenzuschüssen gefördert. Die Förderung ist eine Projektförderung. Sie erfolgt in Form einer Festbetragsfinanzierung. Diese betragen bis zu 50 % der förderfähigen Kosten. Maßnahmekosten unter 1.000 EUR werden nicht gefördert.

Wichtig: Wir möchten darauf hinweisen, dass jährlich nur Fördermittel in beschränktem Umfang zur Verfügung stehen und grundsätzlich nur solche Maßnahmen gefördert werden können, die erst dann begonnen werden, wenn eine Förderzusage durch die WIBank vorliegt.

Weitere Informationen sowie die Antragsformulare zum Herunterladen erhalten Sie auf den Seiten der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

Hinweis zu den Sprechzeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag (vormittags) im Kreishaus Korbach, Südring 2
Mittwoch in der Verwaltungsstelle Frankenberg (Eder), Bahnhofstr. 8 - 12



Ansprechpartner:

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