Gut vorbereitet: Landkreis informiert über Coronavirus

Veröffentlicht am: 03.03.2020
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Der Landkreis ist gut auf einen möglichen Coronavirus-Ausbruch in Waldeck-Frankenberg vorbereitet. Darüber informiert der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Wir haben Präventionsmaßnahmen getroffen und stehen in regelmäßigem Austausch mit dem Land und mit Experten aus unserer Region, die zu vielfältigen Aspekten etwas beizutragen haben“, so Frese. „Sorgen der Bürger nehmen wir ernst – raten aber dazu, nicht in Panik zu verfallen, sondern achtsam und umsichtig zu sein und nur gesicherten Informationen Glauben zu schenken.“

In vielen Bundesländern in Deutschland ist das Coronavirus angekommen – so auch in einigen Landkreisen in Hessen wie seit dem 4. März auch in Waldeck-Frankenberg gibt. Der Landkreis bereitet sich seit Bekanntwerden der neuartigen Lungenkrankheit aus China im Januar in enger Abstimmung mit dem Land Hessen auf einen möglichen Ausbruch vor.

Gründliches Händewaschen schützt

„Wir setzen uns in jedem Moment unseres Lebens mit unzähligen Erregern auseinander, die in unserer alltäglichen Umgebung vorkommen – und in manchen Fällen zu einer Erkrankung führen können, wie beispielweise das Grippevirus“, erklärt Valentina Dick vom Fachdienst Gesundheit des Landkreises. „Bei dem Coronavirus handelt es sich um ein Virus, das wir bis jetzt noch nicht gut kennen. Daher ist hier besondere Achtsamkeit geboten.“ Das Wichtigste ist, sich an die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen zu halten, die auch für den Schutz vor Erkältungen und Grippe-Erkrankungen gelten: Husten oder Niesen in ein Einweg-Taschentuch oder in die Armbeuge mit Abstand zu anderen Personen sowie gründliches und regelmäßiges Händewaschen. „Seife reicht hier völlig aus, denn das Virus auf der Handoberfläche wird bei gründlichem Waschen mit Seife zerstört“, erläutert die Amtsärztin. Menschen mit chronischen Vorerkrankungen sollten – wie beim vorbeugenden Grippeschutz auch – große Massenveranstaltungen meiden.

Informationen für Arbeitgeber

Auch Arbeitgebern in Waldeck-Frankenberg empfiehlt der Fachdienst Gesundheit die genannten Maßnahmen. „Die Alltagshygiene umzusetzen und verstärkt darauf zu achten, dass die Reinigungspläne eingehalten werden, ist ein guter Schutz“, so Dick weiter. Zudem sollten Arbeitgeber abwägen, welche persönlichen Termine stattfinden müssen und welche nicht. Auch auf Händeschütteln darf dabei in der Erkältungszeit ohnehin verzichtet werden. „Wer eine ansteckende Erkrankung hat – welcher Art auch immer – sollte zudem grundsätzlich zuhause bleiben.“

Husten, Schnupfen, Fieber – und jetzt?

Wenn man sich krank fühlt, aber keinen Kontakt hatte zu Menschen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben oder zu Personen mit einer bestätigten Coronavirus-Erkrankung, spricht viel dafür, ruhig zu bleiben und von einer gewöhnlichen Erkältung auszugehen. In anderen Fällen ist es wichtig, erst einmal zuhause zu bleiben, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden – und zunächst telefonisch den Hausarzt zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises steht in regelmäßigem Kontakt mit den Arztpraxen und Krankenhäusern über entsprechende Präventions- und Maßnahmenpläne. Äußert ein Hausarzt beim Fachdienst Gesundheit einen begründeten Verdachtsfall auf eine Coronavirus-Erkrankung bei einem seiner Patienten, berät und begleitet der Landkreis alle einzuleitenden Schritte – und zwar, dass die Patienten auf das Virus getestet werden und bestätigte Fälle einer entsprechenden medizinischen Versorgung zugeführt werden. Zudem ermittelt der Fachdienst Gesundheit die Kontaktpersonen des Erkrankten, um einer möglichen Weiterverbreitung entgegenzuwirken.

Gut vorbereitet

Für die reibungslose Koordinierung der Abläufe hat der Landkreis zudem einen Expertenstab vorbereitet, der im Ausbruchsfall die Abläufe in die Hand nimmt: Darin befinden sich Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen wie Medizin, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Verwaltung. „Der Expertenstab beschäftigt sich permanent mit der aktuellen Lageentwicklung auch jenseits des Landkreises“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Frese. Im Stab würde dann gemeinsam mit allen Experten über notwendige und sinnvolle Maßnahmen entschieden.

„Wir können verstehen, dass Menschen auch bei uns angesichts der Berichterstattung in Zeitungen, TV und Radio und leider auch manchen Fake-News oder Panikmache in den Sozialen Medien beunruhigt sind“, so Frese weiter. „Wir raten aber von Panik und Hamsterkäufen ab – und dazu, nur gesicherte Informationen ernst zu nehmen. “ Sowohl das Robert-Koch-Institut als auch die Gesundheitsministerien von Bund und Land stellen auf ihren Internetseiten gesicherte Informationen bereit. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantwortet auf ihrer Homepage die wichtigsten Fragen.

Darüber hinaus steht eine eigens zum Thema eingerichtete Hotline des Landes Hessen unter Tel. 0800 – 555 4 666 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung. Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat eine Hotline geschaltet, die unter Tel. 05631 – 954 555 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu erreichen ist.

Wegen erhöten Anfragen ist es möglich, dass die Hotline zeitweilig überlastet ist. Die Anrufer werden gebeten, zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anzurufen. Vielen Dank!


Weitere Informationen:

Pfeil rechts orange  FAQs - Fragen und Antworten zum Coronavirus
Pfeil rechts orange  Das Gesundheitsamt informiert: Umgang mit Coronavirus und anderen Infektionserregern
Pfeil rechts orange  Checkliste zur Risikobewertung für Veranstaltungen


Gesicherte aktuelle Informationen gibt es auch auf den folgenden Seiten: 

Pfeil rechts orange  Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Pfeil rechts orange  Robert-Koch-Institut
Pfeil rechts orange  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Pfeil rechts orange  Bundesministerium für Gesundheit