Rund 600 Bürger nutzten bereits Einspruch gegen Google-Street-View über Internetseiten des Landkreises

Veröffentlicht am: 30.09.2010

In den vergangenen Monaten haben sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger an Landrat Dr. Reinhard Kubat mit der Bitte gewandt, sie bei Ihrem Einspruch gegen Google-Street-View zu unterstützen. Street-View dokumentiert komplette Ortslagen anhand von Filmaufzeichnungen. Vor einiger Zeit war das Projekt auch in die Kritik geraten als bekannt wurde, dass auch Daten aus privaten WLAN-Netzen aufgezeichnet wurden.

„Grundsätzlich haben wir als Landkreis nicht die Möglichkeit, die Interessen der Bürger im Hinblick auf Google-Street-View direkt zu vertreten", erläuterte der Landrat. „Es handelt sich hier um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, die nur jeder Einzelne wahrnehmen kann". Deshalb habe der Landkreis auf seinen Internetseiten eine Plattform geschaffen, auf der sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit Google-Street-View informieren können.

Außerdem steht dort ein Einspruchsformular als Muster zur Verfügung, das als eMail oder Brief verschickt werden kann. „Mittlerweile haben schon rund 600 Nutzer von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht", berichtete Kubat. Die Tendenz sei weiterhin steigend. Allein im August nutzten mehr als 100 Bürger dieses Angebot.

Der Landrat machte aber auch darauf aufmerksam, dass es durchaus positive Resonanz auf das Projekt Street View gebe. Insbesondere touristische Anbieter und Gastronomie- bzw. Beherbergungsbetriebe würden diese Möglichkeit des Marketings begrüßen.