Landrat sieht großes Potenzial in erneuerbaren Energien

Veröffentlicht am: 24.08.2010

Laut des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz liegt Waldeck-Frankenberg bei der Biomassepotenzialstudie Hessen auf dem ersten Platz. Als flächengrößter Landkreis in Hessen verfügt Waldeck-Frankenberg aktuell über ca. 72.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 84.000 ha Wald. Im Landkreis werden rund 14 Prozent der verbrauchten Energie aus den regionalen Energiequellen wie Holz, Wasser und Windkraft regenerativ erzeugt.

„Aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten ist unsere Region geradezu prädestiniert, bei der Nutzung von Biomasse als erneuerbarer Energieträger eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so Landrat Dr. Kubat. „Die Gefahren für das gemäßigte Klima sowie die Endlichkeit fossiler Energien in unserer Region machen die Erzeugung und den Einsatz erneuerbarer Energien immer wichtiger und die daraus resultierende Wertschöpfung bliebe dem Landkreis erhalten.“

Ein verstärkter Einsatz regenerativer Energien könnte ein zusätzliches Standbein für Landwirte bedeuten und neue Arbeitsplätze in unserer Region schaffen. „Auch für den Tourismus ist aufgrund der Bioenergienutzung eine durchaus positive Bilanz zu ziehen, da u.a. das Wasserkraftwerk am Edersee ein attraktives Ausflugsziel darstellt und die regionalen Luftkurorte Waldeck und Vöhl werden durch den Einsatz der regenerativen Energien erhalten und gefördert“, teilte der Landrat mit. Im Vergleich zum bundesweiten CO2-Ausstoß liegt Waldeck-Frankenberg deutlich unter dem Durchschnitt.

„Eine Erhöhung des Bioenergieanteils am Gesamtverbrauch des Landkreises ist möglich und ebenso wünschenswert und sollte auch konsequent verfolgt werden“, erklärte Dr. Kubat. Laut der Biomassepotentialstudie Hessen hat Waldeck-Frankenberg ein so hohes Potenzial an regenerativen Energiequellen, dass mehr als zwei Drittel des Gesamtverbrauches an Energie im Landkreis dadurch abgedeckt werden könnten. Doch sind bis jetzt die Ausnutzungsgrade der verschiedenen regenerativen Energiequellen in unserer Region höchst unterschiedlich.

„Nicht jede der möglichen Energiequellen ist in unserer Region effektiv nutzbar. Jedoch haben wir noch manche Defizite, die wir allerdings so schnell wie möglich beheben wollen“, erläuterte der Kreishauschef. „Ein noch ungenutztes Potenzial ist z.B. das Biogas. Neben den bestehenden 8 Biogasanlagen in Waldeck-Frankenberg befinden sich weitere 8 Projekte der Anlagen verschiedener Größe bereits im Bau oder in Planung.“