Landrat fordert Jagdausübungsberechtigte zur vermehrten Bejagung von Schwarzwild auf

Veröffentlicht am: 11.11.2010

Die Schäden durch Schwarzwild sind aufgrund der hohen Population in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. In den letzten Tagen und Wochen haben die Beschwerden über die von Wildschweinen verursachten Schäden sogar noch zugenommen. Ein Grund für Landrat Dr. Reinhard Kubat, die Jagdausübungsberechtigten (Revierpächter und Förster) in einem Schreiben zu einer Reduzierung der Bestände aufzufordern.

„In einigen Revieren liegt die Schadenssumme bereits zum jetzigen Zeitpunkt jenseits der 10.000 Euro“, begründete der Landrat seine Initiative. „Diese Größenordnung ist weder für die Landwirtschaft noch für die Jagdausübungsberechtigten hinnehmbar“.

Zur Reduzierung der Schwarzwildbestände empfiehlt Dr. Kubat

-       Revier übergreifende, zeitgleiche Jagden auf großer Fläche unter Einbeziehung der Hegegemeinschaften,

-       Beteiligung der örtlichen Jäger durch Erteilung entsprechender Erlaubnisscheine, 

-       Erlegen von Schwarzwild unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben bei jeder sich bietenden Gelegenheit,

-       Erlegen von Frischlingen ohne Rücksicht auf die Verwertbarkeit,

-       gezieltes Erlegen von Bachen, sofern diese nicht tragend sind,

-       Intensivierung der Jagd an den Futterstellen (Kirrungen).

Im Interesse eines gemeinschaftlichen Nebeneinanders von Land- bzw. Forstwirtschaft und Jagd fordert der Landrat zu einer konsequenten Bejagung des Schwarzwildes auf, auch unter dem Gesichtspunkt einer möglicherweise drohenden Schweinepest, die auf die landwirtschaftlichen Zuchtbestände übergreifen könnte.