Geschichte des Landkreises

Wappen des Landkreises Waldeck-Frankenberg

Der heutige Landkreis Waldeck-Frankenberg entstand aus dem Zusammenschluss der beiden ehemals selbständigen Landkreise Frankenberg und Waldeck.

Die Geschichte Waldecks beginnt im Jahre 1180 mit der Inbesitznahme der Burg Waldeck durch die Grafen von Schwalenberg, die sich später Grafen von Waldeck nannten.

In der Folgezeit dehnten die Grafen von Waldeck ihre Herrschaft über den Korbacher und den Wildunger Raum aus. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde Waldecks Unabhängigkeit im Westfälischen Frieden von 1648 manifestiert. Unter dem Grafen Georg Friedrich erhielt das Land gegen Ende des 17. Jahrhunderts eine straffe und gerechte Neuordnung der Verwaltung und Gesetzgebung, die bis ins 19. Jahrhundert hinein wirkte. 1711 wurde Waldeck Fürstentum; Sitz des Fürstenhauses und der Verwaltung war Arolsen (seit 1719). 1878 unterstellte das Fürstentum die Verwaltung größtenteils Preußen, ohne jedoch seine Selbständigkeit aufzugeben.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Waldeck Freistaat, bis am 1. April 1929 der Anschluss an Preußen und die Zuordnung zum Regierungsbezirk Kassel erfolgten. Am 1. Februar 1942 entstand durch Zusammenfassung der Kreise des Eisenbergs (Sitz Korbach), der Eder (Sitz Bad Wildungen) und der Twiste (Sitz Arolsen) der Landkreis Waldeck.

Der Frankenberger Raum war seit dem 12. Jahrhundert Objekt ständiger Fehden zwischen den Landgrafen Hessen-Thüringen und dem Erzbistum Mainz. Im 13. Jahrhundert wurde Battenberg unter Mainzer Lehensoberhoheit Landeszentrum, 1327 entstanden Burg und Stadt Rosenthal. 1240 gründete der hessiche Landgraf Frankenberg, das sich aufgrund seiner geographischen Lage an den Handelsstraßen Frankfurt-Bremen und Köln-Leipzig schnell zu einer blühenden Stadt entwickelte.

Im Dreißigjährigen Krieg suchten vor allem französische und schwedische Truppen das Land heim; die Bevölkerungsverluste waren erheblich. Neue Siedlungen entstanden, als sich aus Frankreich vertriebene Hugenotten und Waldenser niederließen.

Am 29. Juni 1821 wurde aus den Ämtern Frankenberg, Rosenthal, Haina, Hessenstein und dem Gericht Viermünden der Landkreis Frankenberg gebildet. 1867 erfolgte die Eingliederung des Amtes Vöhl, 1932 schloss sich das Amt Battenberg an. Seinen heutigen gebietsmäßigen Zuschnitt erhielt der Landkreis Waldeck-Frankenberg im Rahmen der gebietlichen Neugliederung auf Landkreisebene, die in den Jahren 1972 bis 1977 im Lande Hessen zu einer Umbildung der ursprünglichen 39 Landkreise in die jetzt bestehenden 21 Landkreise führte. .

weiter in der Datentour...