Betreuungsbehörde

Wer ist betroffen?

Das Betreuungsrecht findet Anwendung bei erwachsene Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Überwiegend sind dies ältere, oft hochbetagte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Aber auch jüngere Menschen mit einer geistigen Behinderung, nach schweren Unfällen oder psychischen, seelischen Erkrankungen benötigen häufig die Hilfe eines rechtlichen Vertreters.

Nach den Bestimmungen des Betreuungsrechts wird für diese hilfsbedürftigen Personen ein rechtlicher Betreuer/eine rechtliche Betreuerin bestellt. Diese können dann in dem vom Gericht festgelegten Umfang für die Betroffenen handeln.

Zuständigkeit für das Betreuungsverfahren

Für die Anordnung einer Betreuung ist in erster Linie das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die Betroffenen zur Zeit der Antragstellung ihren persönlichen Aufenthalt haben. Der Antrag der Betroffenen oder die Anregung durch dritte Personen auf Eröffnung eines Betreuungsverfahrens kann in der Betreuungsbehörde oder direkt beim Amtsgericht erfolgen.

Notwendige Unterlagen

Formulare für die Anregung bzw. den Antrag auf Betreuung sind beim Amtsgericht erhältlich. Dort kann die Anregung jedoch auch mündlich zu Protokoll gegeben werden.

Für Eilverfahren ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich.