Corona-Krise: Wirtschaftliche Einbußen müssen abgefedert werden

Veröffentlicht am: 19.03.2020
Wirtschaft

Das Coronavirus stellt die Wirtschaft in Deutschland und weltweit vor riesige Herausforderungen – so auch in Waldeck-Frankenberg. Wichtig in dieser Situation ist, dass die relevanten Informationen für die Bevölkerung und Unterstützungs-Maßnahmen für Unternehmen schnell aufbereitet und übersichtlich zur Verfügung gestellt werden.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verbreitung des Coronavirus in Waldeck-Frankenberg einzudämmen“, verdeutlicht der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese den Ernst der Lage. Trotzdem sind die negativen Auswirkungen der wirtschaftlichen Folgen schon jetzt zu spüren.

Der Leiter des IHK-Servicezentrums Waldeck-Frankenberg Dr. Peter Sacher verweist diesbezüglich auf die Blitzumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer vom 9. März: In der Umfrage rechneten 47 Prozent der Unternehmen mit starken Umsatzeinbrüchen. Der Geschäftsführer der Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH und der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg Klaus Dieter Brandstetter ergänzt dazu, dass gerade im Touristikbereich ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstehen werde – unabhängig von der Unternehmensgröße.

Auch in den Regierungsmaßnahmen zeigen sich deutliche Auswirkungen. „Der Auftragsstopp zeigt sich in vielen Bereich deutlich: Die Betriebe beantragen Kurzarbeit und nehmen die Neuregelungen der Bundesregierungen dankbar an“, ergänzt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg Gerhard Brühl. Problematisch zeige sich aufgrund der Nachfragen die Frage der Kinderbetreuung der Mitarbeiter. „Hier plädieren wir für pragmatische Lösungen.“

Der Leiter der Agentur für Arbeit Uwe Kemper sagt diesbezüglich: „Die Menschen und die Betriebe müssen sich darauf verlassen können, dass die Bundesagentur alles unternimmt, damit Leistungsansprüche schnell realisiert werden können.“ Die Agentur für Arbeit Korbach konzentriere sich daher auf die Beratung der Arbeitgeber zum Thema Kurzarbeitergeld und darauf, dass Anträge auf Arbeitslosengeld gestellt und schnell bearbeitet werden können. „Mögliche Antragssteller sollten daher bitte den Online-Service der Bundesagentur für Arbeit nutzen.“

Bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen plant das Land Hessen  - wie kürzlich bekannt gegeben – bewährte Mittel ein, um hessische Unternehmen zu entlasten, beispielsweise die Sensibilisierung der Finanzämter für etwaige Anträge auf Steuerstundung. Darüber hinaus bietet das Land Hessen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und die Bürgschaftsbank Hessen ein breites Spektrum an Finanzierungsprodukten an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Weitere aktuelle Informationen für die Unternehmen finden gibt es online bei:
 

  • Industrie- und Handelskammer
    www.ihk-kassel.de
     
  • Kreishandwerkerschaft
    www.khkb.de
     
  • Agentur für Arbeit
    www.arbeitsagentur.de
    Arbeitgeber-Hotline: 05631 – 957 610 oder Arbeitnehmer-Hotline: 05631 – 957 108
     
  • WIBank: www.wibank.de/wibank
     
  • Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg: www.wfg-hessen.de
     
  • Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH: www.waldecker-land.de

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