Maske – ja oder nein? Landkreis informiert über Schutzmöglichkeiten

Veröffentlicht am: 14.04.2020
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Mund- und Nasenschutz, FFP oder selbst geschneiderter Gesichtsschutz? Aktuell stellen sich viele Menschen die Frage, ob sie bei der Arbeit oder dem Einkauf eine Maske tragen sollten – und wenn ja, welche? Der Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt hierzu entsprechende Empfehlungen heraus.

Grundsätzlich sind FFP-Masken, also solche mit einem eingebauten Luftfilter und die Nase und Mund bedecken, dem Personal aus dem Gesundheitswesen vorbehalten. Denn: Um Corona-Patienten behandeln und versorgen zu können, müssen Ärzte und Pfleger eine partikelfilternde FFP-Maske tragen. Zum Schutz aller anderen Patienten, Senioren und Menschen aus Risikogruppen tragen Mediziner, Rettungsdienst- und Pflegepersonal momentan verstärkt OP-Masken. Viele Menschen helfen sich daher derzeit mit Masken der Marke Eigenbau – zum Beispiel selbstgemachte Stoffmasken – aus.

„Zwar haben geschneiderte Stoffmasken keine wissenschaftlich belegte Wirkung“, sagt der Leiter des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis Thomas Hetche. „Trotzdem können sie einen Schutz bieten.“ Denn selbst gemachte Stoffmasken können das Risiko verringern, andere Menschen beim Sprechen, Husten oder Niesen per Tröpfcheninfektion mit Krankheitserregern anzustecken. Den Träger können sie davor schützen, sich zu oft ins Gesicht zu fassen und so Erreger auf sich selbst zu übertragen. Zudem können sie die Aufmerksamkeit für gesundheitsbewusstes Verhalten erhöhen.

„Auch Stoffmasken bieten daher einen kleinen Schutz – für sich und für andere“, so der Amtsarzt weiter. Das entspricht auch den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Wichtig sei, die Maske bestmöglich anzulegen: Sie sollte bündig über Mund und Nase sitzen, möglichst eng am Gesicht anliegen und nach dem Tragen bei mindestens 60 Grad, besser 90 Grad, gewaschen werden.   

Um sich und andere bestmöglich zu schützen, empfiehlt der Landkreis daher, die Stoffmasken im Alltag zu nutzen. Der Amtsarzt Thomas Hetche möchte aber dafür sensibilisieren, dass das Tragen der Masken – egal welcher Art – kein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen darf. Weder beim Träger, noch bei anderen. Es sei unerlässlich, sich auch weiterhin an die geltenden Abstands- und entsprechenden Hygieneregeln zu halten.

„Aktuell sehen wir zahlreiche Initiativen, Privatpersonen und Schneidereien im Landkreis, die sehr fleißig eigene Schutzmasken produzieren“, so Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir freuen uns, dass die Menschen in Waldeck-Frankenberg so engagiert daran arbeiten, sich und andere bestmöglich zu schützen.“ Daher habe man sich auch dazu entschlossen, eine entsprechende Empfehlung zum Tragen der Masken auszusprechen, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese weiter. „Wir schätzen es sehr, dass unsere Bürgerinnen und Bürger in der aktuellen Situation Eigenverantwortlichkeit zeigen – und begrüßen daher auch das Tragen der Behelfsmasken in der Öffentlichkeit“, so Frese weiter.

     

Anleitungen für selbst geschneiderte Stoffmasken gibt es unter: 

Pfeil rechts orangeDIY Mundschutz nähen - Maske - Gesichtsmaske - für Erwachsene und Kinder

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