Neuinfektionen in Waldeck-Frankenberg steigen: Landkreis mahnt zu umsichtigem Verhalten

Veröffentlicht am: 14.07.2020
Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Waldeck-Frankenberg steigt momentan wieder. Im Landkreis gibt es insgesamt 184 bestätigte Fälle – 11 Personen sind aktuell infiziert. Angesichts der steigenden Fallzahlen mahnt der Landkreis erneut zu umsichtigem Verhalten.

In den vergangenen Wochen haben Bund und Länder viele Lockerungen hinsichtlich des Corona-Lockdowns entschieden. Die Infektionszahlen im Landkreis haben sich daraufhin zunächst moderat entwickelt; seit einigen Tagen steigen sie jedoch wieder kontinuierlich. „Ob Maskenpflicht, Abstands- oder Hygieneregeln: Vor diesem Hintergrund rufen wir noch einmal eindringlich dazu auf, die gelten Vorschriften weiterhin einzuhalten“, appellieren Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese an alle Bürgerinnen und Bürger.

Infektionszahlen steigen

Aktuell gibt es in Waldeck-Frankenberg 11 infizierte Personen, die sich auf den gesamten Landkreis verteilen. Zuletzt sind jedoch verstärkt Fälle im Südwesten des Kreises aufgetreten. Diese stehen auch im Zusammenhang mit Erkrankungen aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis. Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises Waldeck-Frankenberg hat daraufhin aktuell 56 Personen unter Quarantäne gestellt und vermehrt Testungen in die Wege geleitet. „Wir beobachten die Infektionszahlen – auch über Kreisgrenzen hinaus – sehr genau“, betont Karl-Friedrich Frese. „Insbesondere bei lokalen Häufungen greifen wir sehr frühzeitig und präventiv ein, um eine Verbreitung des Virus einzudämmen.“

Sorgfalt bei Wahl des Urlaubsortes

Nichtsdestotrotz sei man auf den achtsamen Umgang und die Solidarität aller angewiesen. Dies gilt beispielsweise auch für Urlaubsreisen in den Sommerferien. Der Landkreis ruft dazu auf, die Wahl des Ferienortes sorgfältig zu prüfen – insbesondere was Auslandsreisen angeht. „Wir raten allen Touristen, sich vor Antritt der Reise regelmäßig über die aktuellen Reise- und Quarantänebestimmungen zu informieren – beispielsweise online auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes oder des Robert-Koch-Institutes“, empfiehlt die stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Gesundheit und Amtsärztin Valentina Dick. Vor Reisen in Regionen, die das Robert Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft hat, wird zudem eindringlich gewarnt. „Menschen, die aus Risikogebieten in den Landkreis reisen oder zurückkehren, sind verpflichtet sich für 14 Tage abzusondern und den Fachdienst Gesundheit zu kontaktieren.“ Dies sei notwendig, damit die Infektionszahlen im Landkreis nicht weiter steigen.

Strengere Maßnahmen bei Überschreitung der Schwellenwerte

„Wir haben eine Verantwortung unseren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, die wir sehr ernst nehmen“, betonen Dr. Reinhard Kubat und Karl-Friedrich Frese. Bei bestimmten Schwellenwerten der Infizierten würden demnach per Erlass durch das Land Hessen härtere Maßnahmen ergriffen – von mehr Kontrolle und verstärkten Präventivmaßnahmen bis hin zu strikten lokalen Beschränkungen. „Das ist notwendig, um die Lage weiterhin stabil zu halten.“

Corona-Warn-App empfohlen

Eine weitere Maßnahme, die dazu beiträgt, ist auch die Nutzung der Corona-Warn-App des Bundes, die zum Download auf das Smartphone bereitsteht. Diese hilft jedem Nutzer, festzustellen, ob er in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. Infektionsketten können so schneller unterbrochen werden – anonym und datensicher. Das alles hängt natürlich davon ab, wie viele Menschen sich dazu entscheiden, die App auch auf ihr Smartphone herunterzuladen. „Wir rufen dazu auf, dieses Angebot zu nutzen“, empfehlen Landrat und Erster Kreisbeigeordneter. „Und wir appellieren an das Verantwortungsgefühl aller, auch in der kommenden Zeit gemeinsam die Verbreitung des Virus mit vereinten Kräften weiterhin zu verhindern.“