Infektionszahlen steigen weiter an: Landkreis verstärkt Maßnahmen

Veröffentlicht am: 17.07.2020
Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Waldeck-Frankenberg steigen langsam weiter an: Im Landkreis gibt es momentan 190 bestätigte Fälle. 16 Personen sind aktuell infiziert – die meisten davon im Südwesten des Landkreises. Damit sich dort kein Hotspot entwickelt, hat der Landkreis im Rahmen des Infektionsschutzes vorsorglich nochmals die Maßnahmen vor Ort verstärkt.

Die positiven Fälle im südwestlichen Landkreis stehen im Zusammenhang mit Erkrankungen aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis, in dem es – laut Informationen der dortigen Kreisverwaltung – zu Infektionen in mehreren Familienverbünden in Medebach und Hallenberg gekommen sei. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat der Fachdienst Gesundheit des Landkreises Waldeck-Frankenberg im betroffenen Gebiet nochmals verstärkte Tests angeordnet und vorsorglich mittlerweile 82 Menschen unter Quarantäne gestellt, die beruflich oder privat mit den erkrankten Personen in Kontakt gekommen sind. Hierbei stimmen sich beide Kreisverwaltungen eng miteinander ab.

Zudem überprüft der Fachdienst Gesundheit des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der Quarantäne. „Die Absonderung in Form einer Quarantäne-Anordnung hat einen rechtsverbindlichen Charakter“, betont die stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Gesundheit Valentina Dick nochmals. Jeder, der in Quarantäne gestellt wird, darf seine Wohnung zu keiner Zeit verlassen und keinen Besuch erhalten. „Bei Nicht-Einhaltung drohen strafrechtliche Konsequenzen bis hin zu hohen Bußgeldern“, mahnt die Amtsärztin weiter. Die Isolation im eigenen Wohnbereich muss daher zwingend eingehalten werden.  

Die aufgetretenen Fälle zeigen einmal mehr, dass das Virus sich weiterhin seine Übertragungswege sucht. „Corona macht auch vor Kreisgrenzen keinen Halt. Daher beobachten wir die Infektionszahlen auch in unseren angrenzenden Landkreisen sehr aufmerksam“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Hierbei profitieren wir auch von der guten Zusammenarbeit und der Kommunikation der Landkreise untereinander. Nur wenn wir Hand in Hand arbeiten, können wir die Verbreitung des Virus minimieren.“