Interkommunale Zusammenarbeit: Geoportal Nordhessen freigeschaltet

Veröffentlicht am: 27.08.2019

Interkommunale Zusammenarbeit_Geoportal Nordhessen freigeschaltet

Landrat Winfried Becker drückte gemeinsam mit dem Staatssekretär Jens Deutschendorf, den Landratskollegen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Stefan Reuß sowie weiteren Vertretern für die Interkommunale Kooperation den symbolischen „Roten Knopf“, mit dem der offizielle Start für das Geoportal Nordhessen gegeben wurde. Ab sofort können interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zentral auf geobasierte Daten der beteiligten Kooperationspartner zugreifen.

Die Freude war groß und alle Beteiligten waren sich einig, dass die Freischaltung des Geoportals Nordhessen ein guter Tag für die Region ist. Ab sofort stehen der Öffentlichkeit „digitale Geodaten" aus Nordhessen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Informationen, denen auf der Erdoberfläche eine bestimmte räumliche Lage zugewiesen werden kann.

An der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) sind die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner und 84 kreisangehörende Kommunen beteiligt. Über das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMUKLV) wurde die Kooperation in der Startphase finanziell unterstützt. Der anwesende Staatssekretär aus dem HMUKLV, Jens Deutschendorf, hat weitere Finanzmittel für die Weiterentwicklung des Geoportals in Aussicht gestellt. Der von Land-rat Winfried Becker in seiner Begrüßung geäußerte Wunsch zur Entwicklung einer Geoportal-App-Nordhessen, wurde von allen weiteren Rednern aufgegriffen und begrüßt.

Erste Gespräche für eine Kooperation gab es bereits im Jahr 2009. Im Jahr 2012 wurde der gemeinsame Entschluss für den Aufbau einer regionalen Geodateninfrastruktur gefasst. Schließlich wurde im Jahr 2016 eine Kooperationsvereinbarung zwischen allen Beteiligten geschlossen. Die Geschäftsführung des Projektes ist beim Schwalm-Eder-Kreis angesiedelt.

„Ich freue mich außerordentlich, dass wir Ihnen heute unser gemeinsames Geoportal Nordhessen vorstellen können. Ab sofort finden Sie auf der Internetseite viel Wissens-wertes und Nützliches aus Nordhessen. Wir machen damit auch regionale Schätze sichtbar", so Landrat Winfried Becker bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste, die der Einladung ins Amt für Bodenmanagement nach Homberg (Efze) gefolgt sind.

Landrat Dr. Reinhard Kubat schloss sich den Worten von Landrat Becker an und zeigte sich ebenfalls dankbar für die nordhessische Kooperation. Als Partner wünscht er sich in der Zukunft noch die Stadt und den Landkreis Kassel, die bisher noch nicht an dem Ge-meinschaftsprojekt beteiligt sind. Hier sollen recht bald Gespräche geführt werden.

Staatssekretär Jens Deutschendorf ergänzte in seinem Grußwort, „Geodaten sind eine wertvolle Hilfe für Planungs- und Entscheidungsprozesse. Eine Geodateninfrastruktur stellt umfassende Transparenz über verfügbare Flächen und Standortbedingungen her und ist damit ein echter Vorteil für die Regionalentwicklung und im Standortwettbewerb."

Nach einer Talkrunde, bei der die Vorteile und Chancen für Verwaltungen, Institutionen, aber besonders auch für Nordhessens Bürgerinnen und Bürger betont wurden, stellten Henrik Allendorf vom AfB Homberg (Efze) und Michael Meichsner von der Kreisverwal-tung des Schwalm-Eder-Kreises das Geoportal live vor. In den Bereichen, wie Planen u. Bauen, Gesundheit u. Soziales, Umwelt, Infrastruktur, Sport, Freizeit u. Erholung sowie Familie u. Bildung, können auf der Internetseite https://www.geoportalnordhessen.de/ detaillierte Geodaten in aufbereiteten Themenkarten abgerufen werden. Im Menü „Indi-viduelle Karten" können die Nutzer ausgewählte und gewünschte Daten in einer Karte anzeigen lassen. Neben der Ansicht „Topografische Karte" ist auch die Anzeige von Luftbildaufnahmen möglich. 

Zum Ende waren sich alle anwesenden Behördenvertreter einig, dass dieses Interkom-munale Projekt ein wichtiger Schritt in die Zukunft der digitalen Verwaltung ist. Landrat Dr. Reinhard Kubat zeigte mit einem Zitat des antiken Mathematiker Archimedes die Zu-kunft des Geoportals mit den Worten auf, „Messt was zu messen ist und macht messbar was noch nicht zu messen ist.