Ergänzungsbau an der Schlossbergschule Rhoden - Landkreis investiert in Schulstandort

Veröffentlicht am: 09.09.2019

Landkreis plant Ergänzungsbau an der Schlossbergschule in Diemelstadt-Rhoden

Schlossbergschule_Rhoden

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg plant Investitionen in der Schlossbergschule Diemelstadt-Rhoden. Es soll ein Ersatzbau mit Klassen- und Differenzierungsräumen entstehen. Wie Erster Kreisbeigeordneter und Baudezernent Karl Frese dazu mitteilte, habe man sich zu dieser Maßnahme entschlossen, weil einer der beiden angemieteten Pavillons auf dem Gelände wegen Schadnagerbefalls habe geschlossen werden müssen. Die Pavillons, die insgesamt neun Klassenräume umfassen, sind gemietet. Da man längerfristig mit dem Schulstandort Rhoden plane, sei die Errichtung eines Ersatzbaus daher sinnvoll und naheliegend.

In einem Abstimmungsgespräch in der Schlossbergschule wurden die Planungen vorgestellt und die Erwartungen an den Neubau diskutiert. Neben dem Ersten Kreisbeigeordneten nahmen an dem Gespräch seitens des Landkreises noch die Leiterin des Fachdienstes Schule, Claudia Kublauch, sowie Claudia Frede und Dirk Wilke vom FD Gebäudewirtschaft teil. Die Schule wurde durch die Leiterin Sigrid Scholtissek und ihren Stellvertreter Benjamin Holstein-Baacke vertreten, für die Stadt Diemelstadt waren Bürgermeister Elmar Schröder und Erster Stadtrat Dieter Oderwald anwesend.

Nach ersten Planungen des Landkreises könnte das neue Gebäude drei Klassenräume und einen Differenzierungsraum umfassen. Claudia Frede, Leiterin des FD Gebäudewirtschaft wies darauf hin, dass derzeit ein Bestand von 22 Klassenräumen vorhanden sei, dem Schulentwicklungsplan zufolge besteht künftig ein tatsächlicher Bedarf von 15 Klassenräumen. Wenn man die  Pavillons aus der Nutzung nehme und das neue Gebäude an dieser Stelle errichte, dann sei das Raumangebot ausreichend sichergestellt.

Schulleiterin Sigrid Scholtissek und ihre Stellvertreter Benjamin Holstein-Baacke wünschen sich eine Planung, die über die  Laufzeit des Schulentwicklungsplans hinausgehe, um auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet zu sein. Der Erste Kreisbeigeordnete bot an, dass die Fachleute der Kreisverwaltung und das Leitungsteam der Schlossbergschule gemeinsam ein Konzept erarbeiten sollten.

Zum Zeitplan führte er aus: „Wir haben für die Maßnahme insgesamt 950.000 Euro veranschlagt, 450.000 Euro im Haushalt 2020 sowie 500.000 Euro im Haushalt 2021.“. Der Haushalt werde voraussichtlich noch vor Weihnachten im Kreistag beraten und beschlossen, dann stehe noch die Genehmigung durch das Regierungspräsidium an, ein Baubeginn im Frühjahr 2020 sei deshalb realistisch. Wenn alles gut laufe, könne das neue Gebäude im Laufe des übernächsten Jahres in die Nutzung gehen.

Auch Bürgermeister Elmar Schröder begrüßte die Planungen des Kreises: „Aus Sicht der Stadt Diemelstadt ist es ein absolut positives Signal, dass der Landkreis beabsichtigt, zwei desolate Pavillions durch einen funktionalen Neubau zu ersetzen; wir in Diemelstadt freuen uns, dass damit der Schulstandort gestärkt wird und die positive Entwicklung im Baubereich bzw. beim Anstieg der Kinderzahlen auch von den Verantwortlichen der Kreisverwaltung durch diese große Investition nachhaltig unterstützt wird.“

In diesem Sinne äußerte sich auch Erster Kreisbeigeordneter Frese. Vor einiger Zeit sei noch über die Aufgabe des Schulstandortes Diemelstadt-Rhoden und eine Verteilung der Schüler auf die entsprechenden Schulen in Volkmarsen und Bad Arolsen diskutiert worden. Jetzt werde massiv in die Zukunft der Schlossbergschule investiert. Die zukünftige Entwicklung des Standortes Diemelstadt-Rhoden mache eine solche Investition notwendig. Damit werde der Schule auch die Möglichkeit eröffnet, ihre Angebote mit Blick auf die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.

Bildunterschrift: Zufrieden mit den vereinbarten Lösungen für die Schlossbergschule in Rhoden (v.l.n.r.): Claudia Knublauch (Fachdienst Schulen), Schulleiterin Sigrid Scholtissek, Claudia Frede (Fachdienst Gebäudewirtschaft), 1. Stadtrat Dieter Oderwald, Stellv. Schulleiter Benjamin Holstein-Baacke, Erster Kreisbeigeordneter Karl Frese, Dirk Wilke (Fachdienst Gebäudewirtschaft), Bürgermeister Elmar Schröder.