Rettungswache in Laisa wird Außenstelle für Kommunalwald Waldeck-Frankenberg

Veröffentlicht am: 05.11.2019

Rettungswache Laisa_Außenstelle Kommunalwald

Die Räumlichkeiten der ehemaligen Rettungswache in Laisa werden einer neuen Bestimmung zugeführt: Die neu gegründete Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH wird das Gebäude künftig als Außenstelle für die Holzvermarktung und Betreuung der im Südkreis befindlichen Forstreviere nutzen.


Nachdem im Zuge der Fortschreibung des Rettungsdienstbereichsplanes die Standorte der mittlerweile 15 Rettungswachen im Landkreis Waldeck-Frankenberg neu geordnet wurde, um die zehnminütige Hilfsfrist noch weiter zu verbessern, wurde die ehemalige Rettungswache in Laisa Mitte des Jahres nach Hatzfeld-Holzhausen verlegt. Ziel sind schnellere Reaktionszeiten der strategisch in ganz Waldeck-Frankenberg positionierten Rettungswachen.


Im Gegenzug zur Eröffnung der neuen Wache in Holzhausen wurde der Standort in Laisa geschlossen – und bietet ab April des nächsten Jahres perfekte Voraussetzungen für eine neue Nutzung durch die bei der Waldeckischen Domanialverwaltung angegliederten Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH, die seit 1. Oktober offiziell die Holzvermarktung und in der Folge die Beförsterung eines Großteils der kommunalen Wälder im Landkreis und auch darüber hinaus übernimmt.


Hintergrund war, dass sich der Landesbetrieb Hessen Forst aufgrund des laufenden Kartellverfahrens im Forstbereich aus der Holzvermarktung der Kommunalwälder zurückgezogen hat. Für die Weiterführung dieser Aufgabe wurde die neue Gesellschaft gegründet, die sich künftig um Produktion und Verkauf des Holzes kümmert. Hauptsitz der GmbH ist in Bad Arolsen.

Die ehemaligen Räumlichkeiten der Rettungswache in Laisa bieten als Außenstelle der Gesellschaft optimale Bedingungen: „Zentral im Südkreis gelegen wird sich die Außenstelle um die Forstreviere rund um Frankenberg kümmern“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. „Auch die Ausstattung der ehemaligen Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes bietet ideale Funktionalitäten für die neue Nutzung“ freut sich der Geschäftsführer der Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH Hendrik Block. „Die neue Nutzung ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, freuen sich zudem Battenbergs Bürgermeister Christian Klein und Christian Peter der Geschäftsführer des DRK-Kreisverband Frankenberg. „Das bestehende Gebäude erfährt eine neue Nutzung – und mit der Kommunalwald GmbH bieten wir einem öffentlichen Träger einen geeigneten Standort im Südkreis.“

In der Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH finden sich zahlreiche Gesellschafter aus dem kommunalen Bereich wieder: Waldeckische Domanialverwaltung, Stadt Waldeck, Stadt Bad Wildungen, Gemeinde Edertal, Stadt Fritzlar, Stadt Bad Arolsen, Stadt Gemünden (Wohra), Gemeinde Breuna, Stadt Volkmarsen, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Gemeinde Vöhl , Gemeinde Twistetal, Waldeckische Landesstiftung, Stadt Korbach, Gemeinde Willingen (Upland), Stadt Diemelstadt.

Gemeinsam bringen die eine Forstbetriebsfläche von über 35.000 Hektar in die Gesellschaft ein. Die Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH kümmert sich zukünftig um die forstliche Beratung der Waldbesitzer, die Wirtschaftsplanung, Einsatz und Entlohnung der Waldarbeiter, Holzeinschlagsplanung, Holzernte,  den Abschluss von Holzkaufverträgen, Naturschutz und die Waldpädagogik. Kurz gesagt: Um die komplette,  nachhaltige und naturgemäße Bewirtschaftung des Kommunalwaldes. Dafür wurden in der GmbH zunächst sieben Mitarbeiter für die Holzvermarktung eingestellt. Für die forstliche Bewirtschaftung wird gegen Ende des nächsten Jahres weiteres Personal aufgenommen.


Bildunterschrift: Die ehemalige Rettungswache in Laisa wird Außenstelle der Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH. Hierüber freuen sich der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Waldeck-Frankenberg Karl-Friedrich Frese, Battenbergs Bürgermeister Christian Klein, Christian Peter Geschäftsführung DRK-Kreisverband Frankenberg und der Geschäftsführer der Kommunalwald GmbH Hendrik Block.