Landkreis setzt den Fokus auf Digitalisierung an Schulen

Veröffentlicht am: 29.11.2019

Landkreis setzt den Fokus auf Digitalisierung an Schulen

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Mit dem technischen Fortschritt gewinnt auch die Digitalisierung an Schulen vor allem in Europa, aber auch weltweit zunehmend an Bedeutung. Trotz der zahlreichen Umsetzungsmaßnahmen gibt es länderspezifische Unterschiede. Einigen Bildungseinrichtungen ist die Verwirklichung schnell gelungen, andere wiederum konnten sich nur langsam anpassen. Dies konnte besonders häufig bei deutschen Schulen festgestellt werden. Um von gelungenen Umsetzungen des Digitalisierungsprozesses für Waldeck-Frankenberg zu profitieren, hat Fachdienstleiterin Schulen und Bildung des Landkreises Claudia Knublauch zusammen mit acht Lehrern des Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen das Herning-Gymnasium in Dänemark besichtigt.  

Thema des Besuchs in der dänischen Schule war die Umsetzung des Digital-Paktes. Seit vier Jahren besteht am Gustav-Stresemann-Gymnasium ein reger Schüler- und Lehreraustausch mit dem Herning-Gymnasium. Von dessen langjährigen Erkenntnissen sollen letztendlich alle Waldeck-Frankenberger Schulen profitieren. 

„Ziel ist eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik und Infrastruktur. Das Gymnasium Herning kann uns in dieser Thematik einen guten fachlichen Input geben“, so Claudia Knublauch. Schließlich sollen in naher Zukunft allen Schüler*innen eine digitale Lernumgebung und ein Zugang zum Internet zur Verfügung stehen, wenn es aus pädagogischer Sicht im Unterrichtsverlauf sinnvoll erscheint. 

Dänemark liegt im Ranking der bedeutendsten Digitalökonomien weltweit auf dem vierten Platz. Digitalisierung an Dänemarks Schulen erfolgt bereits seit über zehn Jahren, sodass die Schüler vorzugsweise digital lernen und dies somit einen großen Bestandteil ihres Lernalltags darstellt. 

Mit Blick auf eine erfolgreiche Umsetzung der digitalen Medien im Unterricht erläutert Norman Weiler, der als IT-Beauftragter für die Einführung der Digitalisierung am Gustav-Stresemann-Gymnasium verantwortlich ist: „Mit einer guten digitalen Lernumgebung werden Lerninhalte wie Dateien, Videos, Bilder oder Aufgaben von Lehrkräften bereitgestellt und können problemlos von Schülern bearbeitet werden.“ 

Einig waren sich alle Beteiligten, dass Tablet, Notebook und digitale Lernumgebung weder Buch, Tafel oder Heft ersetzen, noch das Schreiben per Hand, das Lesen oder Rechnen überflüssig machen. So stellt Norman Weiler am Ende des Besuchs in Dänemark fest: „Digitalisierung soll die etablierten schulischen Medien und Methoden ergänzen und der Verbesserung des Lernprozesses dienen.“ 

Ausgerüstet mit interessanten Eindrücken und guten Ideen kann die Kreisverwaltung nun gemeinsam mit den Schulen in die weitere Strategieplanung treten, um den Digital-Pakt in Waldeck-Frankenberg zu einem Erfolg werden zu lassen.