Delegation aus Pereslawl besucht Waldeck-Frankenberg

Veröffentlicht am: 29.11.2019

Russische Delegation aus Pereslawl besucht Partner-Landkreis Waldeck-Frankenberg

Delegation Pereslawl_2019

„Добро пожаловать“ (Herzlich willkommen)! - so hatte der Landkreis Waldeck-Frankenberg seine russischen Gäste bei der Anreise begrüßt. Seit dem Jahr 1990 wird die Partnerschaft zwischen dem russischen Pereslawl und Waldeck-Frankenberg gepflegt – nun besuchte einmal mehr eine Delegation aus der Partnerregion den Landkreis, um den weiteren Verlauf der Partnerschaft zu besprechen. Der Delegation gehörte u.a. Valentina Filinkova an, Leiterin des Kooperationsbüros Hessen-Jaroslawl.

Ein Themenschwerpunkt war der Austausch im sozialen Bereich, der speziell für Swetlana Starostina, Beraterin des Landrats Pereslawl-Salesskij für Internationales, von besonderer Bedeutung war. Der Besuch des integrativen Kindergartens des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg in Korbach verschaffte der Delegation einen intensiven Eindruck über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auf dieser Ebene.

Auf dem Besichtigungsprogramm stand außerdem der Fruchtwein Direktvermarkterbetrieb Beranek in Basdorf, der einen Praktikantenplatz im kommenden Sommer anbieten könnte, selbst aber auch Interesse an einer Präsentation seiner Erzeugnisse in der Region Pereslawl hat. Informationen zur Verwendung von Biogas-Technologien in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben erhielt die Delegation beim Besuch des Hähnchenmaststalls Höhle in Böhne, der mit Wärme der benachbarten Biogas-Anlage versorgt wird. Betreiber der Biogas-Anlage ist die Maschinenring Bioenergie Edertal GmbH Co. KG, der 17 Landwirte und ein Tochterunternehmen des Maschinenrings angehören.

In einem weiteren Abschnitt des Besuchsprogramms besichtigten die Delegationsteilnehmerinnen den Nationalpark Kellerwald-Edersee, von größter Bedeutung für die stellvertretende Direktorin des Perslawler Nationalparks „Pleschtscheewo-See" Olga Kulikova. Eine Planwagenfahrt und eine Führung durch das NationalparkZentrum bei Herzhausen verschafften der Delegation einen umfangreichen Überblick über die regionale „Wildnis“.

Die Mitglieder der Delegation und die Vertreter*innen des Landkreises Waldeck-Frankenberg waren sich einig, dass die gute Zusammenarbeit wie bisher fortgeführt werden solle und der Besuch der Partnerschaft neue Impulse gegeben hat, vor allem im sozialen Bereich und in der Direktvermarktung. Auch eine offizielle Zusammenarbeit der beiden Nationalparks sei denkbar, so Nationalparkleiter Manfred Bauer. Beide Seiten freuen sich auf die weitere Kooperation und verabschiedeten die Delegation mit einem herzlichen  „До свида́ния!До свида́ния!До свидания“ (Auf Wiedersehen)!

Bildunterschrift: Landrat Dr. Kubat, Dezernent Friedrich Schäfer und Dezernentin Hannelore Behle gemeinsam mit den Mitarbeitern der Kreisverwaltung und der Delegation aus Pereslawl