GeoparkGrenzwelten: Landkreis stellt neue Leiterin Kim Peis vor

Veröffentlicht am: 17.02.2020
GeoparkGrenzwelten: Landkreis stellt neue Leiterin Kim Peis vor
Der Geopark GrenzWelten des Landkreises Waldeck-Frankenberg hat eine neue Führung: Kim Peis folgt auf Norbert Panek, der das Projektbüro im Fachdienst Umwelt des Landkreises viele Jahre geleitet hat – und zum 1. Februar in den Ruhestand gegangen ist.

Die 31-jährige Geologin wird künftig die Leitung des Geoparks übernehmen – und bewährtes weiterführen, jedoch auch frischen Wind in das Konzept bringen. So soll der Geopark künftig digitaler werden: eine neue Homepage, QR-Codes an den Geo-Stationen oder interaktives Kartenmaterial sollen vor allem die junge Zielgruppe für die geologisch reizvollen Landschaften im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen begeistern.

Denn das Gebiet bietet spannende Einblicke in die Erdgeschichte und die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft – von den Gipfelregionen des Sauerlands und Kellerwalds bis hinunter in die Täler und Becken der Hessischen Senke: Über 400 Mio. Jahre Erdgeschichte werden durch unterschiedlichste Gesteinsschichten aus verschiedenen Erdzeitaltern lebendig. Zehn regionale Geopark-Regionen präsentieren dabei unterschiedliche Stufen der Entwicklung. Museen, Infozentren, Lehrpfade, Veranstaltungen und Attraktionen verbinden Information und aktives Landschaftserlebnis.

Dieses Konzept möchte Kim Peis künftig noch stärker bewerben: „Wir möchten unsere beachtliche geotouristische Infrastruktur noch mehr in die Öffentlichkeit bringen“, sagt die gebürtige Winterbergerin, die an der Universität Köln studiert hat und danach sowohl als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen tätig war sowie als LEADER-Regionalmanagerin für die Region BiggeLand in Olpe. „Insbesondere eine breitere und jüngere Zielgruppe möchten wir dabei ansprechen und den Geopark über die Kulissengrenze hinaus bekannter machen.“

Die jüngere Zielgruppe spielt auch im Bereich der Umweltbildung, die künftig ebenso ausgebaut werden soll, eine zentrale Rolle. „Wir möchten versuchen, mehr Geopark-Schulen zu gewinnen, unsere Geopark-Führer stärker im Bereich Umwelt- und Naturpädagogik ausbilden und neben den bestehenden Kooperationen noch stärker mit Bildungseinrichtungen bis hin zu Universitäten zusammenarbeiten.“ Auch eine weitere halbe Stelle solle ausgeschrieben werden, die sich künftig dem Thema Umweltbildung annehmen werde.

„Mit Norbert Panek wurde der Geopark lange Jahre mit viel Herzblut und Engagement geleitet. Für diesen Einsatz ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg ihm sehr dankbar“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir freuen uns aber auch, mit Frau Peis eine neue motivierte Mitarbeiterin gewonnen zu haben, die den Geopark mit neuen Ideen zukunftsfähig machen wird.“

Erst kürzlich hat der Geopark GrenzWelten eine erneute Zertifizierung bekommen: Nach 2009 und 2014 darf er sich nun auch für weitere fünf Jahre „Nationaler Geopark“ nennen. Das begehrte Zertifikat bestätigt die bundesweite Bedeutung des Geoparks. Aktuell sind 16 Geoparks in Deutschland als Nationaler Geopark anerkannt. Auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Führungen durch den Geopark: Der Veranstaltungskalender 2020 wird passend zum Auftakt der neuen Saison im März erscheinen und an allen Infozentren ausliegen sowie auf der Homepage des Geoparks und des Landkreises zum Download zur Verfügung stehen.