Landkreis informiert über Entsorgung von Gartenabfällen, Baum- und Strauchschnitt

Veröffentlicht am: 02.04.2020
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Wegen des Coronavirus musste der Landkreis Waldeck-Frankenberg – wie benachbarte Landkreise auch – seine Abfallentsorgungsanlagen bis auf weiteres für private und gewerbliche Kleinanlieferungen schließen. Die Entsorgung privater Gartenabfälle, Baum- und Strauchschnitt organisieren Landkreis, Städte und Gemeinden aktuell gemeinsam.

Die Schließung der Anlagen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft begründet der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese damit, dass in der aktuellen Situation das Infektionsrisiko an den normalerweise stark frequentierten Anlagen zu groß ist. „Die Gesundheit der Bürger und des Personals steht im Vordergrund.“ Angesichts des bevorstehenden Frühlings und auch aufgrund des bestehenden Kontaktverbots und der Ausgangsbeschränkungen halten sich aber viele Menschen momentan in den eigenen Gärten auf und pflegen ihre Grünanlagen. Hierbei entstehende Abfälle sollen entsorgt werden. Jedem entsorgungsberechtigten Haushalt steht hierzu die Biotonne zur Verfügung, die auch weiterhin zwei Mal monatlich geleert wird. Temporäre Übermengen sollten möglichst auf dem Grundstück gelagert werden.  

Verschiedene Städte und Gemeinden halten Grünabfallcontainer vor. Der Landkreis hat daher empfohlen, dass private Gartenabfälle nach Möglichkeit über die die Grünabfallcontainer der Städte und Gemeinden entsorgt werden können. Baum- und Astschnitt kann über Schredderplätze entsorgt oder für einige Zeit auf dem Grundstück gelagert werden. Zudem soll geprüft werden, ob die Kommunen Regelungen für überwachte Öffnungszeiten an den Grünabfallcontainern einführen, damit sich an den Containern keine Menschenansammlungen bilden. Ebenfalls prüfen die Städte und Gemeinden, ob die Kapazitäten der Container vorübergehend aufgestockt werden.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich über das jeweilige Vorgehen direkt bei ihren Stadt- und Gemeindeverwaltungen erkundigen. Sperrmüll und Elektrogeräte beispielsweise aus Entrümpelungen sollten wie bisher über die Sperrmüllabrufkarte entsorgt werden. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen“, so Karl-Friedrich Frese. Das Coronavirus beeinträchtige momentan alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. „Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden haben wir aber eine praktikable Übergangslösung für die Entsorgung gefunden.“

Gewerbliche Anlieferungen sind unter Beachtung der Gewerbeabfallverordnung ausschließlich als Container- oder Kippbrücken-Leerungen mit einem Mindest-Volumen von 10 Kubikmetern an den Abfallentsorgungsanlagen nach Terminvereinbarung mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft unter Tel. 06451 – 743 746) möglich. So werden auch Abfälle, die an Friedhöfen, Parkanlagen oder Sportstätten anfallen, über den Bauhof oder die Müllfahrzeuge entsorgt. Diese Regelungen gelten auch für Entsorgungsbetriebe, die im privaten oder gewerblichen Auftrag Baustellen, Siedlungs- oder Bioabfälle nach telefonischer Terminvereinbarung abliefern können. Weitere Informationen gibt es unter www.abfallw-wa-fkb.de.