Landkreis engagiert sich in Hessischer Integrationskonferenz

Veröffentlicht am: 15.06.2020
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Denkmuster aufbrechen, Ideen einbringen: Der Landkreis engagiert sich in dieser Legislaturperiode in der Hessischen Integrationskonferenz. Der Integrationsbeauftragte des Landkreises Waldeck-Frankenberg Latif Hamamiyeh Al-Homssi wurde vom Hessischen Minister für Soziales und Integration Kai Klose in das Gremium berufen.  

Dieses beschäftigt sich in unterschiedlichen Arbeitsgruppen unter anderem mit den Themen Rassismus, Arbeitsmarkt, Religion oder Diskriminierung – die Ergebnisse fließen in den Hessischen Integrationsplan ein. „Wir freuen uns, dass unser Engagement in Wiesbaden Anerkennung findet und dass wir unsere Sichtweisen aktiv in die Weiterentwicklung der hessischen Integrationspolitik einbringen können“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese. „Wir alle wollen in Waldeck-Frankenberg ein friedliches und gutes Leben führen, unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung oder Identität.“

Hier immer wieder neue Wege zu gehen, neu zu denken und den Blick für Chancen und Möglichkeiten offen zu halten, setzt sich Latif Hamamiyeh Al-Homssi zum Ziel. Der studierte Orientwissenschaftler arbeitet seit 2015 für den Landkreis – und setzt sich im Rahmen seiner Berufung insbesondere für ein friedliches Zusammenleben, gegen Rassismus und Diskriminierung und für das Grundverständnis von Integration ein. „Dieses müssen wir neu beleuchten, denn in den vergangenen Jahren haben sich in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung verschiedene Vorstellungen von Integration gebildet.“ Diese gelte es, kritisch zu betrachten und auch neue Denkmuster anzustoßen – auch vor dem Hintergrund, dass Waldeck-Frankenberg Hessens flächengrößten Landkreis darstellt.

Weiterhin wird er sich einsetzen für eine offene und vielfältige Gesellschaft, die auch bereit ist, Unbekanntes zuzulassen und anzuerkennen und die Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung keine Chance lässt als Grundstein für ein friedliches Miteinander. „Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und sollte auch als solches behandelt werden“, betont er. „Nur gemeinsam können wir dem gegenüberstehen.“ Themen wie Islam-Feindlichkeit und Antisemitismus müssten breiter besprochen und debattiert werden. Das Netzwerk für Toleranz des Landkreises ist in diesen Bereichen bereits sehr aktiv. „Das gilt es, zu unterstützen und weiterzuentwickeln“, so der Integrationsbeauftragte.