Landkreis Waldeck-Frankenberg bis 2025 Modellregion für den Ökolandbau

Veröffentlicht am: 09.07.2020
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Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist noch bis mindestens 2025 Modellregion für den Ökolandbau. Das Land Hessen hat das Projekt für weitere fünf Jahre verlängert – und zeitgleich die Förderung auf ganz Hessen ausgeweitet. Bis zum Ende der Laufzeit soll so landesweit 25 Prozent der landwirtschaftlichen Anbaufläche ökologisch bewirtschaftet werden.

Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg, der seit 2019 Modellregion für den Ökolandbau ist, trägt mit zahlreichen Maßnahmen dazu bei, das Projektziel zu erfüllen: Der Arbeitskreis „Netzwerk Streuobst“ ist die erste Initiative der Ökolandbau Modellregion, die vernetzen und auf das Thema aufmerksam machen möchte. Gleichzeitig soll die Verarbeitung von Rohwolle zu Düngepellets umgesetzt werden und Schäfern ein besseres Auskommen bieten. Dafür wurden Kontakte geknüpft und eine testweise Pelletierung organisiert. Des Weiteren soll es mehr Kooperationen mit der heimischen Gastronomie geben, um einen Absatzmarkt für bio-regionale Produkte zu erreichen, zum Beispiel über eine Aktionswoche.

Dabei arbeitet der Landkreis um Projektkoordinatorin Jessica Albers auch mit den anderen Ökolandbau Modellregionen in Hessen zusammen: Der Anteil der ökologischen Landwirtschaft in Hessen ist bereits auf über 15 Prozent gestiegen – über 2.200 Betriebe wirtschaften ökologisch, Tendenz steigend. „Wir als Ökomodellregion unterstützen die nachhaltige und innovative Bio-Landschaft“, so Albers. „Es werden Projekte und Maßnahmen entwickelt, die den Anteil an ökologisch und regional erzeugten Lebensmitteln weiter erhöhen.“ Das führe zum Aufbau und zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.

Der Ökolandbau ist die schonendste Form der Landbewirtschaftung für Boden, Wasser und Klima und hat die höchsten Tierwohlstandards. Durch die Sensibilisierung der Verbraucher für regionale Wirtschaftskreisläufe und heimische Lebensmittel profitiert die Landwirtschaft vor Ort und es werden Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen erhalten.