Landrat: Breitband-Versorgung im Landkreis so gut wie in Frankfurt

Veröffentlicht am: 18.01.2012

Karte Breitbandversorgung 2010 Karte Breitbandversorgung 2012

Als eines der vordringlichsten Ziele hatte  Landrat Dr. Reinhard Kubat bei seinem Dienstantritt die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet im Landkreis formuliert. Die Federführung für dieses Projekt übertrug er der von ihm gegründeten „Stabsstelle für den ländlichen Raum". Nach rund 18 Monaten sind die Fortschritte bei der Breitbandversorgung so enorm, dass im Laufe dieses Jahres ein Status erreicht werden wird, der in etwa dem in Frankfurt vergleichbar ist. Damit nimmt Waldeck-Frankenberg auch unter den nordhessischen Landkreisen eine Spitzenposition ein.

„Schnelles Internet ist für viele Menschen ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Wohnortwahl und bei der Standortsuche von Unternehmen", so der Landrat. „Es sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum, fördert den Werterhalt von Immobilien, wirkt dem Bevölkerungsrückgang entgegen und macht das Wohnen auf dem Lande für alle Altersgruppen attraktiv". Schon bald könnten die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis uneingeschränkt Internetangebote wie E-Government, E-Health und E-Learning nutzen.

Der Landkreis hat stellvertretend für die teilnehmenden Kommunen Anträge bei der dem Wirtschaftsministerium angegliederten Initiative „Mehr Breitband in Hessen" gestellt, um Zuschüsse für den Internetausbau zu erhalten. Mit Erfolg, denn die 13 interessierten Städte und Gemeinde erhielten eine Förderung von 915.000 Euro, 610.000 Euro an Komplementärmitteln müssen sie selbst einsetzen, der Kreis gewährt dazu aber einen Zuschuss in Höhe von jeweils 10 Prozent.

Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengung ist es nun, dass bis Ende 2012 in weiten Teilen des Kreises eine Internetversorgung zwischen 8 und 16 Mbits/s vorhanden sein wird, teilweise werden sogar mehr als 50 Mbits/s erreicht. In den übrigen Bereichen, einem knappen Drittel der Kreisfläche, wird die Grundversorgung im Sinne des Förderleitfadens von mindestens einem Mbit/s verfügbar sein. Für die wenigen weißen Flecken mit geringerem Versorgungsgrad, vor allem in Ortsteilen der Gemeinde Diemelsee und Twistetal, strebt der  Landrat schnelle Ersatzlösungen an.

Bei einem Besuch des zuständigen Referatsleiters im Hessischen Wirtschaftsministerium, Georg Matzner, und dem Leiter der Geschäftsstelle Breitband, Wolfram Koch, erläuterte Dr. Kubat den derzeitigen Sachstand. Die Gäste aus Wiesbaden zeigten sich beeindruckt. „Breitband ist direkte Wirtschaftsförderung und heute mindestens genauso wichtig wie eine gute Verkehrsanbindung", betonte Matzner.

Die nahezu flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet, die der Landkreis bald erreicht haben wird, eröffnet nach Kubats Ansicht auch neue Perspektiven für das Standortmarketing. „Wir können High-Tech anbieten, eine Breitbandversorgung wie im Rhein-Main-Gebiet, aber wir können auch gleichzeitig mit der intakten Natur, der touristischen Infrastruktur und den vielfältigen Freizeitangeboten punkten", freute sich der Landrat. Er werde den Städten und Gemeinden im Landkreis empfehlen, auch auf ihren Internetauftritten offensiv mit der hervorragenden Breitbandversorgung sowie den geschäftlichen und privaten Nutzungsmöglichkeiten zu werben. Auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises solle künftig offensiv mit diesem Standortkriterium operieren.

Breitband-Versorgung

Wolfgang Baraniak, Wolfram Koch, Georg Matzner und Landrat Dr. Reinhard Kubat (v. l.)