EKB Deutschendorf: Landkreis orientiert sich bei Förderung von Feuerwehrführerscheinen an neuen rechtlichen Verordnungen

Veröffentlicht am: 18.01.2012

Die Hessische Fahrberechtigungsverordnung befindet sich laut EKB Jens Deutschendorf derzeit in der Abstimmungsphase. „Diese Verordnung, die allgemein auch als Feuerwehrführerschein bezeichnet wird, regelt die Fahrerlaubnisklassen für die Fahrer von Einsatzfahrzeugen so, dass für die meisten keine zusätzlichen Führerscheinklassen erworben werden müssen. Eine organisationsinterne Ausbildung ist zukünftig ausreichend", stellte Deutschendorf klar. Die Fahrberechtigungsverordnung werde aller Voraussicht nach noch im Laufe dieses Jahres in Kraft gesetzt. Die Förderung des Landkreises, der in den letzten Jahren den Erwerb von höheren Führerscheinklassen mit bis zu 500 Euro bezuschusst hatte, werde dann vor allem auf den Erwerb der Fahrerlaubnisklasse C, also für Fahrzeuge mit mehr als 7.5 t abzielen. Rund 90 Fahrzeuge dieser Gewichtsklasse sind derzeit bei den Feuerwehren im Kreis im Einsatz.Im Jahr 1999 waren die Fahrerlaubnisklassen so geändert worden, dass mit der für PKW gültigen  Klasse B nur noch Fahrzeuge bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 t gefahren werden dürfen. Zuvor lag die Grenze bei 7,5 t. Das stellte die Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzorganisationen vor Herausforderungen, denn allein für die rd. 80 Feuerwehrfahrzeuge in Kreis mit einem Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5 t brauchten viele der Fahrer plötzlich eine neue Erlaubnis. Dies stellte natürlich auch eine finanzielle Belastung für die Betroffenen dar. Ab 2009 hatte der Landkreis Mittel in Höhe von 15.000 Euro im Haushalt bereitgestellt, um für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge im Katastrophenschutz den Erwerb einer höheren Führerscheinklasse zu erleichten. „Wir haben den Ansatz in diesem Jahr auf 8.000 Euro zurückgefahren, dies bedeutet aber keineswegs, dass die Einsatzbereitschaft von Feuerwehren und Rettungsdiensten dadurch eingeschränkt wird", erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete.

 „Wir passen das Fördervolumen für Feuerwehrführerscheine nur den neuen Bedingungen entsprechend an", sagte Deutschendorf. „Das reibungslose Funktionieren der Wehren wird dadurch nicht beeinträchtigt". Für ihn persönlich habe die permanente Einsatzbereitschaft von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz absolute Priorität und er werde alles dafür tun, dass dies auch so bleibe.