Bundesweit einheitliche Rufnummer 116117 für den ärztlichen Bereitschafts-dienst funktioniert auch in Waldeck-Frankenberg

Veröffentlicht am: 08.02.2013

Bevor man Behauptungen in die Welt setzt, sollte man sich versichern, dass diese auch einer objektiven Überprüfung standhalten. Mit diesen Worten reagiert Erster Kreisbeigeordneter und Rettungsdienstdezernent Jens Deutschendorf auf eine Pressemitteilung des FDP Kreisvorsitzenden Dieter Schütz (Willingen), der beklagt hatte, dass in Waldeck-Frankenberg die  bundesweit einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht verfügbar sei.„Der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigung funktioniert auch in Waldeck-Frankenberg. Eine Lotterie oder ein Durcheinander ist hier nicht erkennbar." betont der Dezernent. „Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 erhalten auch die Waldeck-Frankenberger und ihre Gäste qualifizierte Hilfe."  

Neben der einheitlichen Telefonnummer gebe es aber in Waldeck-Frankenberg noch örtliche Rufnummern die einen kürzeren Draht zu den diensthabenden Hausärzten ermöglichten. „Für die Sicherstellung des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes außerhalb der Sprechstundenzeiten ist die Kassenärztliche Vereinigung gesetzlich verpflichtet. Das derzeitige System befindet sich aber im Umbruch. Der Landkreis, der Hessische Landkreistag, die zuständigen Ministerien und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen führen derzeit intensive Gespräche, um eine optimale und zukunftsfähige Lösung  zu erarbeiten."

Der ärztliche Bereitschaftsdienst dürfe aber nicht mit dem Rettungsdienst durcheinander gebracht werden, was in der Stellungnahme des FDP Kreischefs offensichtlich passiert sei. Der Rettungsdienst und die Notarztversorgung sind gesetzlicher Auftrag des Landkreises und werden in Waldeck-Frankenberg durch 11 Rettungswachen und vier Notarztstandorte sichergestellt. „Bei Unfällen und schwerwiegenden gesundheitlichen Erkrankungen bei denen sofortige Hilfe erforderlich ist wird der Rettungsdienst und der Notarzt unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112 erreicht" stellt der stellvertretende Landrat klar.