Kulturpreis 2013: Landrat würdigt besondere Leistungen im Landkreis

Veröffentlicht am: 26.11.2013

Kulturpreis 2013

Den Kulturpreis 2013 hat Landrat Dr. Reinhard Kubat im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Kilianskirche an Bürgerinnen und Bürger vergeben, die sich mit besonderen Leistungen und kulturellem Engagement im Landkreis verdient gemacht haben. Ausgezeichnet wurden die Musiker Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill aus Lelbach, Dr. Ursula Rennhof und Helmut Göbel, der Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld e.V. sowie der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden.

Der Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld e.V. hat den Preis für seine Leistungen im historischen Bereich erhalten. Dieser kümmert sich seit 1986 um die Sicherung und den Erhalt der Burganlage über der Stadt und erforscht historisch bedeutsame Dokumente der Heimatgeschichte. Darüber hinaus konnte durch ihn ein Heimatmuseum in den Räumlichkeiten der alten Schule eingerichtet werden. Zahlreiche Veranstaltungen wie das mittlerweile schon fest etablierte Burgfest, Kinderrittertage, diverse Treffen für Senioren und vieles anderes mehr sind aus dem Engagement des Vereins entstanden.

Für ihre musikalischen und kulturellen Verdienste wurden die Musiker Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill ausgezeichnet. Sie erhielten den Kulturpreis 2013 für ihr Engagement im kulturellen Leben der Stadt Korbach sowie der gesamten Region. Die drei Musiker organisieren seit Jahren Konzerte, Lesungen und viele weitere Veranstaltungen im Bereich Musik und Kultur im Landkreis. „Die Preisträger haben mit ihrer Leistung in der Region eine musikalische Basiskultur geschaffen, auf der sich Vieles für die Zukunft entwickeln kann“, lobte Landrat Dr. Reinhard Kubat die Musiker in seiner Laudatio. „Das Engagement der drei Künstler wurde von der Jury als so bedeutend und nachhaltig bewertet, dass die Preisverleihung mehr als gerechtfertigt erschien.“

Ein gewichtiges Stück Heimatgeschichte haben Dr. Ursula Rennhof und Helmut Göbel mit ihrem Buch „Schwalefeld – ein waldeckisches Dorf“ vorgelegt. Für ihren bibliophil gestalteten Band, der die Geschichte des Ortes von den belegbaren Anfängen bis zur Gegenwart skizziert, haben die beiden Historiker die besondere Auszeichnung erhalten. „Beeindruckend an diesem Werk ist vor allem, dass es uns vor Augen führt, welch ein universeller Kosmos selbst ein kleines Dorf sein kann“, so Landrat Dr. Kubat. Es sei schwer, ein solch gewaltiges Werk in wenigen Worten zu würdigen.

Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt Karl Thomas, der seit gut 45 Jahren ehrenamtlich im Stadtarchiv der Stadt Korbach tätig ist. Neben dem großen allgemeinen Wissen über die Korbacher Geschichte und die des Fürstentums Waldeck ist sein Spezialgebiet die Korbacher Kirchengeschichte insbesondere die der Bauten und ihrer Glocken. „Seine Erkenntnisse hat er in zahlreichen Schriften veröffentlicht. Sein vorbildlicher persönlicher Einsatz rechtfertigt nach Ansicht der Jury die Auszeichnung mit dem Kulturpreis“, sagte Landrat Dr. Kubat anlässlich der Verleihung.

Neben den Hauptpreisträgern würdigte er auch die Jugendpreisträger, den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden. „Das Ensemble zählt zu den wichtigsten Kulturträgern der Stadt Gemünden“, so Kubat. Er besitze zudem eine solche Attraktivität, dass vor allem Jugendliche in wachsender Zahl hinzukämen, die Musik nicht nur passiv konsumieren, sondern aktiv betreiben möchten. Für ihr Engagement – vor allem im der Jugendarbeit – hat ihn die Jury als Kandidaten für den diesjährigen Jugendkulturpreis ausgewählt.

„Alle Preisträger der Auszeichnung dokumentieren mit ihrem Engagement die kulturelle Vielfalt unseres Landkreises Waldeck-Frankenberg“, so Kubat. Im Anschluss an die Laudatio erhielten die Preisträger Urkunden und Medaillen sowie Schecks mit Preisgeld. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von den Preisträgern Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill sowie dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden. Den Kulturpreis vergibt der Landkreis Waldeck-Frankenberg seit 1988 – zunächst jährlich – jetzt in dreijährigem Turnus, abwechselnd mit dem Naturschutzpreis, den Denkmalschutzpreis und dem Preis für soziales Engagement

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