Startschuss für das Angebot „Ehrenamtliche Übersetzer/innen unterstützen im Alltag“

Veröffentlicht am: 06.10.2014

Bildung
Ende Juli 2014 hatte die Arbeitsgruppe Interkulturelles/interreligiöses Lernen des Netzwerks für Toleranz für ehrenamtliche Übersetzer geworben und damit großen Zuspruch in der Bevölkerung erhalten. Zahlreiche Menschen haben sich bei der Koordinatorin des Netzwerks, Ursula Müller, gemeldet. Sie setzen sich für Migranten und Asylbewerber ein, engagieren sich für den Personenkreis und möchten so zu einer positiven Willkommenskultur im Landkreis beitragen.

Nachdem der erste Schritt erfolgreich gemacht wurde, stellte das Netzwerk nun die Gruppe der Menschen vor, die sich als ehrenamtliche Übersetzer/innen zur Verfügung stellen. Insgesamt haben sich bislang 13 Personen gemeldet, die Migranten und Asylbewerber bei der Regelung von Alltagsangelegenheiten unterstützen möchten. Sie decken den gesamten Landkreis ab, von Bad Wildungen und Frankenberg über  Korbach und Waldeck bis hin nach Volkmarsen. Hilfestellung bieten sie in den Mittlersprachen Englisch, Französisch und Spanisch. Darüber hinaus wird eine breite Palette an Sprachen angeboten, z. B. serbokroatisch, russisch, polnisch, arabisch, chinesisch, eritreisch oder italienisch.

Die Übersetzer/innen können zur Unterstützung in Schulen und Kindergärten, bei Ärzten oder bei Behördengängen ab sofort angefordert werden. Sie unterliegen der Schweigepflicht. Angeboten werden ausschließlich mündliche Übersetzungen und nur in den Bereichen, in denen keine geprüften Dolmetscher notwendig sind. Natürlich braucht es einen kleinen Vorlauf - denn der Kontakt erfolgt zentral, zunächst über die Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz. Dort können die Dienste per Mail oder telefonisch angefordert werden. Ein Kontaktformular hierzu wurde entwickelt, um den Übersetzern eine möglichst gute Vorbereitung und Einschätzung des Übersetzungsumfangs zu bieten.

Derzeit entwickelt die Arbeitsgruppe „Interkulturelles/interreligiöses Lernen" einen Flyer, der sowohl Migranten und Asylbewerbern als auch Institutionen, Kindergärten, Schulen etc. zur Verfügung gestellt wird. Damit sollen beide Seiten auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Weitere ehrenamtliche Übersetzer sind herzlich willkommen! Weitere Informationen sind beim Netzwerk für Toleranz des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Koordinierung Ursula Müller, Tel. 05631/ 954-889, E-Mail ursula.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de erhältlich. Dort wird auch der Kontakt zu den Übersetzer/innen hergestellt.