„WIR“- Programm will Integrationsarbeit im Kreis unterstützen

Veröffentlicht am: 08.10.2014

WIR-Projekt

Die kulturelle Öffnung der Verwaltung, eine Willkommenskultur schaffen und so Migranten besser integrieren – das will das Anfang 2014 von der Landesregierung gestartete Projekt „Wegweisende Integrationsansätze realisieren“, kurz „WIR“ fördern. Kürzlich hat die Koordinatorin der Initiative in Waldeck-Frankenberg Mariam Koridze das Projekt im Arbeitskreis „Migration und Flüchtlinge“ im Kreishaus vorgestellt.

Ziel der Initiative ist es, die Vielfalt unserer Gesellschaft als Ressource zu nutzen. Dabei besteht die Aufgabe darin, die staatlichen Regelstrukturen nachhaltig so auszurichten, dass sie dem Bedarf der gesamten Bevölkerung entsprechen – das heißt, dass alle Menschen – auch und insbesondere die mit Migrationshintergrund – ihre Potenziale entfalten und die Chancen auf gleiche Teilhabe wahrnehmen können. Dies bedeutet auch einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt, Bildungs- und Qualifikationsbereichen sowie Wirtschaft und Politik.

Um das zu erreichen, wurde von der Landesregierung Anfang 2014 das WIR-Programm gestartet. Dieses greift die Handlungsempfehlungen vom Vorgängerprogramm „Modellregionen Integration“ auf, richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger und zielt darauf ab, ihre Chancen auf Teilhabe auszubauen und zu festigen. Das ist auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg von großer Bedeutung. Aktiv ist der Kreis seit Mai bei dem Programm dabei.

„Die demografische Entwicklung im ländlichen Raum, fordert die kommunale Integrationspolitik neu heraus“ sagt die Projektkoordinatorin Mariam Koridze. „Die Gesellschaft altert und schrumpft, wird aber zugleich bunter und vielfältiger.“  In diesem Zusammenhang gewinne das Thema Migration immer mehr an Bedeutung. Ein zukunftsträchtiges Miteinander, wirtschaftliche Standortsicherung und Wettbewerbsfähigkeit seien nur dann möglich, wenn alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer Herkunft partizipativ agieren.

Um dies zu fördern, sollen im Rahmen des Projekts im Kreis Strategien zur interkulturellen Öffnung in der Verwaltung entwickeln und zur Stärkung der Willkommens- und Anerkennungskultur beitragen. Hierzu zählen u. a. der Aufbau eines Vereinsregisters und die Erstellung eines landkreisübergreifenden „Willkommenspaketes“. Zudem wird ein Integrationsmonitor erarbeitet, der dazu dienen soll, die Integrationsprozesse systematisch und kontinuierlich zu beobachten. Erfolge sollen gemessen, kommunale Zusammenarbeit im Integrationsbereich gestärkt und nachhaltig entwickelt werden.