Mehr Einsatzwagen und Personal für den Rettungsdienst in Waldeck-Frankenberg

Veröffentlicht am: 27.01.2015

Mehr Einsatzwagen und Personal für den Rettungsdienst in Waldeck-Frankenberg
Um die Versorgungsstruktur in Waldeck-Frankenberg noch weiter zu verbessern, hat der Landkreis den Bereichsplan für den Rettungsdienst überprüft und dem aktuellen Einsatzaufkommen angepasst. Mehr Rettungswagen und zusätzliches Personal sorgen ab sofort dafür, dass der Rettungsdienst schneller beim Patienten ist - und sich damit die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfrist verbessert.  

Um den Rettungsdienst noch weiter auszubauen, stehen im Kreis seit Anfang 2015 in Bad Arolsen, Korbach und Frankenberg täglich drei - an Wochenenden und Feiertagen sogar vier - zusätzliche Rettungsfahrzeuge und rund 20 Mitarbeiter mehr zur Verfügung. Bei einigen weiteren vorhandenen Fahrzeugen wurde die Vorhaltezeit erhöht. Das entspricht einer Verbesserung der Kapazitäten in diesem Bereich um 12 Prozent.

„Im letzten Jahr war die Einhaltung der Rettungsfristen immer wieder öffentliches Thema", sagt der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. „Wir haben uns diesem Thema jedoch schon früher, nämlich bereits Anfang 2013 angenommen und eine Studie in Auftrag gegeben, die den tatsächlichen Bedarf analysiert." Auf Basis dieser Untersuchung  wurde das Angebot nun ausgebaut - und wird künftig in regelmäßigen Abständen auch weiterhin überprüft.

Quantität und Qualität: Im Zuge der Überarbeitung erhöhen sich jedoch nicht nur die Ressourcen; auch die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich noch weiter zu qualifizieren. „Das gängige Berufsbild des Rettungsassistenten wird auslaufen; künftig werden Menschen direkt zu Notfallsanitätern ausgebildet", erklärt der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst Dr. Rudolf Alexi. „Um dem Rechnung zu tragen, haben wir mit den Lehrrettungsassistenten des Kreises für 2015 ein daran angepasstes Fortbildungskonzept und Script für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes entwickelt", Im Rahmen einer Zusatzqualifikation werden die Rettungsassistenten daher innerhalb der nächsten fünf Jahre zu Notfallsanitätern weitergebildet. Die Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen verbessern die Qualität der medizinischen Versorgung schon jetzt.

Darüber hinaus habe man die saisonal abhängige Winterrettung im Bereichsplan fest verankert und auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den benachbarten Landkreisen ausgebaut. „Durch eine immer besser werdende elektronische Vernetzung und Organisation können wir sehr zeitnah Rettungs- und Notarztwagen oder Hubschrauber für unseren Bedarf anfordern", so Alexi. Auch dies trage dazu bei, Spitzenauslastungen noch besser abzufangen.

„In den vergangenen Jahren haben wir einen stetigen Anstieg der Einsatzzahlen beobachtet.", so Jens Deutschendorf. „Grund für diese Entwicklung ist eine sich verändernde Altersstruktur; Stichwort demografischer Wandel." Es sei daher erforderlich gewesen, zu Handeln. „Den neuen Anforderungen möchten wir mit dem Ausbau des Bereichsplans Rechnung tragen - um optimale Versorgungsstrukturen für unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu gewährleisten."