Fünf neu qualifizierte Tagesmütter im Kreis: Landrat Dr. Reinhard Kubat übergibt Zertifikate

Veröffentlicht am: 26.02.2015

Fünf neu qualifizierte Tagesmütter im Landkreis_Landrat Dr. Reinhard Kubat übergibt Zertifikate
Tageseltern stellen zu der Kinderbetreuung in Kindergärten oder sonstigen Einrichtungen eine ideale Ergänzung dar. Nach einer zertifizierten Ausbildung dürfen ab sofort fünf neue Tagesmütter im Kreis diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Aus den Händen von Landrat Dr. Reinhard Kubat erhielten sie jetzt ihre Urkunden.

Damit steigt die Zahl der im Landkreis tätigen Tageseltern nun auf insgesamt 93 an. Diese dürfen Kinder von der Geburt an bis zum Alter von 13 Jahren betreuen. Die über Dreijährigen werden zunächst in Kindertagesstätten und Schulen betreut, können aber ergänzend Kindertagespflege in Anspruch nehmen. Hauptsächlich werden allerdings bis Dreijährige betreut, die Gesamtzahl fremder Kinder ist auf maximal 5 beschränkt.

In der Kindertagespflege wird soziales Lernen in kleinen Gruppen und eine familiennahe und kompetente Betreuung angeboten. Der überschaubare Rahmen ermöglicht es den Tagesmüttern und -vätern, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen - und sie in diesem Sinne zu fördern. Darüber hinaus kann die Kinderbetreuung durch die Tageseltern flexibel, individuell und wohnortnah stattfinden - und kommt so in vielen Fällen auch den Arbeitszeiten vieler Eltern entgegen.

Eine solch verantwortungsvolle Aufgabe wird nur qualifizierten und überprüften Pflegepersonen übertragen. Wer eine Tagespflege übernehmen möchte, muss daher einen Antrag beim Landkreis stellen. Dieser übernimmt dann auch die Finanzierung der Qualifizierungskurse. In 160 Stunden lernen die Tagespflegeaspiranten alles, was sie für ihre Tätigkeit als Tageseltern benötigen, u. a. in einem Erste-Hilfe-Kurs am Kind, in einer Hausarbeit und einem Kolloquium.

Der Fachdienst Jugend des Landkreises stellt schließlich die Pflegeerlaubnis aus und ist auch grundsätzlich für die Bezahlung der Tageseltern zuständig. Von den Eltern sind maximal 1,10 Euro/ Stunde zuzuzahlen. Ab dem 20. März 2015 findet der nächste Kurs in bewährter Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule statt; sie führt die Qualifizierungen schon seit einigen Jahren für den Landkreis durch.