„ProBe-Pro Berufsorientierung“ startet weiteren Durchgang

Veröffentlicht am: 19.03.2015

Pro Berufsorientierung
Seit 2012 werden Hauptschülerinnen und Hauptschüler in unserem Landkreis mit dem Programm ProBe schon in der Schule besonders intensiv auf die Arbeitswelt und die anschließende Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet. Ein Verbund von IHK, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit Korbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg und den beiden Berufsschulen finanziert gemeinsam das Projekt bzw. bringt sich mit Know-How und Personal ein.

Als Projektträger hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg vor kurzem einen Bewilligungsbescheid der Agentur für Arbeit in Höhe von 80.000 Euro erhalten. Der Kreis selbst beteiligt sich mit 120.000 Euro, die IHK mit 54.000 Euro und die Kreishandwerkerschaft bringt 6.000 Euro in das Projekt ein. Tätig in ProBe sind Lehrer/innen, Sozialpädagoginnen und Berufsberater/innen.

Bisher haben ca. 420 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis (7. - 9. Klasse) an ProBe teilgenommen. An dem Durchgang, der Mitte Februar 2015 gestartet ist, beteiligen sich weitere 130 Schüler/innen. Die Beteiligten sind Kinder und Jugendliche, bei denen Eltern und Lehrer/innen einen besonderen Bedarf an Förderung und Begleitung auf dem Weg in eine Berufsausbildung sehen. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig, jedoch verbindlich geregelt.

Im achten Schuljahr lernen die ProBe-Schüler/innen verschiedene Berufe praktisch kennen und erproben ihre Fähigkeiten und Talente in unterschiedlichen Berufsfeldern. In den Beruflichen Schulen Korbach, der Hans-Viessmann-Schule Frankenberg und bei der Kreishandwerkerschaft werden die Schüler/innen bei der Erstellung von kleinen Produkten und Dienstleistungen angeleitet. So werden Eindrücke des Berufs vermittelt und schon erste Weichen für die spätere Berufswahl gestellt.

Jeweils vor den Sommerferien präsentieren die Schüler/innen dann ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit. Von Jahr zu Jahr besuchen immer mehr Vertreter/innen von Unternehmen und Firmen der Region die Präsentationstage. Dort werden dann oft schon erste Kontakte für einen möglichen Ausbildungsvertrag geknüpft.

Die Förderdauer wurde bei der aktuellen Auflage von ProBe erstmalig auf 2,5 Jahre ausgeweitet, um (gerade im letzten Schulhalbjahr der 9. Klasse) die Integrationsbemühungen für die Aufnahme einer dualen Ausbildung noch intensiver begleiten zu können. Am Projekt beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Kaulbach-Schule, Bad Arolsen, der Mittelpunktpunktschule Sachsenhausen, der Ortenbergschule, Frankenberg, der Kugelsburgschule, Volkmarsen, der Gesamtschule Battenberg und der Cornelia-Funke-Schule, Gemünden.

Im gerade abgeschlossenen Durchgang (2013 - 2015) haben von 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon jetzt über 40 Schüler einen  Ausbildungsplatz sicher. Es zeigt sich, dass sich der integrative Ansatz von ProBe - soziale Betreuung, Gruppenarbeit, praktische Erprobung, Vermittlung in Ausbildung zu verzahnen und damit schon frühzeitig in der Schule zu beginnen - bewährt hat. ProBe kann eindeutig als Erfolgsmodell bezeichnet werden.