Projekt „Jump“ will Jugendliche am Übergang zwischen Beruf und Schule unterstützen

Veröffentlicht am: 05.05.2015

Projekt „Jump“ will Jugendliche am Übergang zwischen Beruf und Schule unterstützen
Unterstützung bei Schwierigkeiten mit dem Schulabschluss, der Ausbildungsplatzsuche oder auch  im Betrieb - der Landkreis und die DELTA Waldeck Frankenberg GmbH bieten seit diesem Jahr ein neues Programm an, um Jugendliche bei der Lösung persönlicher oder bildungstechnischer Hemmnisse zu unterstützen - insbesondere beim Übergang von der Schule zum Beruf.

Im Rahmen des bundesweiten und vom Europäischen Sozialfond geförderten Modellprogramms „Jugend Stärken im Quartier" wird das Projekt „Jugend mit Perspektive", kurz JUMP, künftig Jugendliche mit besonderem Förderbedarf Hilfestellung leisten. „Ob Schüler, Auszubildende, junge Erwachsene oder Migranten - im Rahmen des Projekts möchten wir junge Menschen individuell bei schulischen, beruflichen oder auch persönlichen Problemen unterstützen", sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Ziel ist es, sozial benachteiligte Jugendliche zu stabilisieren und zu stärken und gemeinsam mit ihnen Perspektiven für Ihre berufliche Zukunft zu entwickeln", ergänzt der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf.

Umgesetzt wird die Maßnahme in Waldeck-Frankenberg vom Fachdienst Jugend des Kreises und der kreiseigenen Tochtergesellschaft DELTA, die für diese Initiative eine eigene Beratungsstelle eingerichtet hat. „Dabei können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ihre Erfahrungen im Rahmen unserer früheren Unterstützungsangebote Kompetenzagentur und Schulverweigerung - die zweite Chance zurückgreifen", erläutert der Geschäftsführer der DELTA Waldeck-Frankenberg GmbH Volker Heß. „Dabei ging es vor allem darum, junge Menschen zum einen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen und zum anderen dabei zu helfen, die Chancen auf einen Schulabschluss zu verbessern."

Das Projekt JUMP wird das Angebot ergänzen und richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Förderschulen sowie Beruflichen Schulen, deren Schulabschluss durch geringe Lernmotivation, psychosoziale Probleme oder Lernschwierigkeiten gefährdet ist. Die Zusammenarbeit des Beratungsangebots JUMP mit der Schule wird durch eine Kooperationsvereinbarung geregelt und schließt auch die  fachliche Abstimmung mit der Schulsozialarbeit mit ein. Weiterhin  richtet es sich an Auszubildende, die Unterstützung bei Problemen im Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule suchen oder junge Erwachsene bis zum 27. Lebensjahr, die aufgrund multipler Problemlagen Schwierigkeiten bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive haben.

Darüber hinaus soll das Angebot auch jungen Migrantinnen und Migranten helfen, die aufgrund sprachlicher Defizite Schwierigkeiten haben, die schulischen Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehören die Entwicklung von Lernstrategien, der Aufbau von Lernmotivation und die Stärkung der Persönlichkeit unter Einbeziehung des sozialen Umfelds. Weiterhin sollen gemeinsame Lösungen bei persönlichen Hemmnissen beim Eintritt ins Berufsleben oder bei Schwierigkeiten mit der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz oder beim Umgang mit Behörden gefunden werden. Auch die Unterstützung bei der Suche nach adäquaten Hilfsangeboten bei gesundheitlichen und psychosozialen Problemen oder die Vermittlung von Angeboten zur Sprachförderung und zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben für jugendliche Migranten wird im Zentrum des Projekts stehen.

Die zentralen Beratungsstellen für die Initiative befinden sich in Korbach in der Flechtdorfer Str.13 und in Frankenberg in der Marburger Str.1. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der DELTA Waldeck-Frankenberg GmbH www.delta-wa-fkb.de oder bei der Projektkoordinatorin Angelika Goldkamp, E-Mail: a.goldkamp@delta-wa-fkb.de, Tel.: 05631 - 501698 15.