Entwicklung positiv: Eigenbetrieb Gebäudemanagement des Landkreises stellt Energiebilanz vor

Veröffentlicht am: 29.05.2015

Vorstellung der Energiebilanz 2013
Der Energieverbrauch der Liegenschaften des Landkreises hat sich im Jahr 2013 positiv entwickelt. Entsprechende Ergebnisse und Zahlen hat der Eigenbetrieb Gebäudemanagement jetzt in seiner aktuellen Energiebilanz vorgestellt. Demnach wurden im Gegensatz zum Vorjahr 2012 insbesondere Wärme und Strom eingespart sowie der CO2-Ausstoß verringert.

Diesen Daten zugrunde liegen die Verbräuche der 77 kreiseigenen Liegenschaften - überwiegend Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäude - die sich auf 250 Gebäude verteilen und sich auf eine Gesamtfläche von rund 330.000 Quadratmeter erstrecken. In den vergangenen Jahren - insbesondere seit 2008 ein professionelles Energiemanagement beim Kreis eingeführt wurde - ist es gelungen, kontinuierlich Energie einzusparen.

Im Bereich Wasser hat es nur eine geringfügige Einsparung gegeben. „Das liegt aber an einer Verschärfung der Trinkwasserverordnung, die seit 2012 vermehrte Spülmaßnahmen gering genutzter Entnahmestellen vorschreibt", erklärt der Energiemanager des Landkreises Nico Wirth. Im Bereich Strom konnte in 2013 mit einem Verbrauch von rund zwei Millionen Kilowattstunden 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden. So auch im Bereich Wärme, in dem in 2013 mit einem Verbrauch von rund 29 Millionen Kilowattstunden eine Einsparung von vier Prozent im Gegensatz zum Vorjahr 2012 erreicht werden konnte. „Insbesondere durch den Ganztagsunterricht und die damit verbundene längere Nutzung der Räume und der Notwendigkeit von unter anderem Küchen und Kantinen hätte mit einem Anstieg gerechnet werden können", erklärt Nico Wirth. „Dies haben wir durch gezielte Maßnahmen abfangen können."

Lag der regenerative Anteil am Heizwärmeverbrauch in 2011noch bei zehn Prozent, ist er im Jahr 2013 auf 13,5 Prozent angestiegen; bundesweit lag dieser bei 9,1 Prozent. „Dies ist ein wichtiger Schritt für das europaweite Ziel im Klima- und Energiepaket „20-20-20"", so der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf.  „Darin haben die Mitgliedstaaten eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 20 Prozent, eine Steigerung der Effizienz um 20 Prozent und die Reduzierung des Endenergiebedarfs um ebenfalls 20 Prozent bis zum Jahr 2020 vereinbart."

Die  CO2-Emissionen der kreiseigenen Gebäude konnten in 2013 bereits um rund zehn Prozent verringert werden. Das liegt maßgeblich am Einsatz von regenerativen Energien und dem Abschluss von ökologischen Stromtarifen. „Seit Anfang 2015 beziehen wir im Kreis ausschließlich Naturstrom zur Versorgung unserer Liegenschaften", sagt der EKB.  „Dadurch kann der regenerative Anteil am Gesamtendenergieverbrauch auf  26 Prozent angehoben werden, sodass der Eigenbetrieb bereits 2015 die Ziele aus dem EU Klima- und Energiepaket 20-20-20 übertrifft." Mit Ausblick auf weitere regenerative Wärmeversorgungskonzepte - wie zum Beispiel dem Nahwärmeprojekt in Gemünden - strebt der Eigenbetrieb das neue Klima- und Energierahmenprogramm der EU „2030" an und wird auch dieses voraussichtlich vor 2030 übertreffen.

Die guten Ergebnisse bei den Verbräuchen konnten maßgeblich durch energetische Gebäudesanierungen, die Effizienzsteigerung der vorhandenen technischen Anlagen und die bedarfsorientierte Steuerung vor Ort erreicht werden. Durch Preissteigerungen und strukturelle Veränderungen sowie eine stärkere Nutzung der Gebäude - beispielsweise durch den Nachmittagsunterricht in Schulen - steigen die Gesamtkosten jedoch trotzdem stetig an; im Jahr 2013 auf rund vier Millionen Euro. 

„Durch die nahezu zweistellige Preissteigerung innerhalb eines Jahres ist es momentan unwahrscheinlich, die Kosten kurzfristig zu senken", resümiert Jens Deutschendorf. „Das primäre Ziel ist vielmehr, den Anstieg weiterhin zu dämpfen beziehungsweise auf ein haltbares Niveau zu bringen." Dies sei auf die ergriffenen Maßnahmen zurückzuführen. „Hätten wir die Maßnahmen der vergangenen Jahre nicht umgesetzt, wären die Kosten durch Preissteigerungen und den Strukturwandel explosionsartig in die Höhe geschossen", erklärt der EKB weiter. „Dass dies nicht der Fall ist und wir sogar unsere Verbräuche senken konnten, sind tolle Erfolge, die wir unserem professionellen Energiemanagement beim Landkreis zu verdanken haben."