Teilhabe aller Menschen, ohne Hindernisse ?!

Veröffentlicht am: 27.10.2015

Leichte Sprache

Damit alle Menschen überall dabei sein können und mitmachen können, darf es keine Hindernisse geben. Gedanklich stellt man sich schnell eine Treppe vor, die für einen Rollstuhlfahrer ein Hindernis ist. Aber auch schwere Sprache ist für Menschen oft ein Hindernis.

Um dies zu verdeutlich ist der nachfolgende Presseartikel im ersten Abschnitt in gewohnter Sprache formuliert und der Text im zweiten Abschnitt in leichter Sprache formuliert.

 

Gewohnte Sprache

Landrat Dr. Kubat informiert darüber, dass der Landkreis Waldeck-Frankenberg sich auf den Weg macht, ein inklusives Gemeinwesen aktiv mitzugestalten, um die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung zu verbessern. Dafür wurde eine Steuerungsgruppe Inklusion eingesetzt, um das Vorhaben sukzessive umzusetzen.

In einem Teilhabeplanungsprozess soll zunächst ein Leitbild unter dem Motto „Inklusion/ Teilhabe in Waldeck-Frankenberg" erstellt werden. Anschließend sollen verschiedene Daten über die Anzahl der Menschen mit Beeinträchtigung,  ihre Lebensweltperspektive und die teilhabeförderlichen und -hinderlichen Bedingungen und Strukturen erhoben werden. Daraus sollen Initiativen, Projekte und Maßnahmen entwickelt werden, um die Teilhabechancen für Menschen mit Beeinträchtigungen in den verschiedenen Lebensbereichen (Kindergarten, Schule, Beruf, Wohnen, Freizeit u.v.m.) zu verbessern bzw. zu ermöglichen.

Der Prozess richtet sich an die gesamte Bevölkerung im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Denn um Inklusion zu leben ist es Voraussetzung, dass eine Kultur des inklusiven Denkens und Handels entsteht.

Eine weitere bedeutsame Prämisse ist das Partizipieren der Menschen mit Beeinträchtigung. Sie sind die Experten ihrer eigenen Lebensumwelt und können am besten benennen, welche Strukturen teilhabefördernd und -hinderlich sind. Nach dem Motto „nichts über uns - ohne uns" sollen die betreffenden Personen im gesamten Prozess informiert und beteiligt werden, aber insbesondere selbst mitbestimmen können!

So möchten wir auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung des Leitbildes beteiligen und stellen daher die Frage:

Was bedeutet für Sie Inklusion/ Teilhabe in Waldeck-Frankenberg?

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung bis zum 6. November 2015 an Stephanie Hofmann oder Yasmine Seibel (Koordination für Inklusion), Südring 2, 34497 Korbach, Tel. 05631/954-209 oder 05631/954-815, E-Mail teilhabe-leben@landkreis-waldeck-frankenberg.de .

 

Leichte Sprache

Das ist ein Text in Leichter Sprache.                               

Alle schweren Worte sind in blau geschrieben.

Im Text wird gesagt:
Was die Worte heißen.

Herr Dr. Kubat und die Arbeits-Gruppe Inklusion sagen:
Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sollen alle Menschen mit-machen können.
Dafür brauchen sie Ihre Hilfe.

Wenn sich Städte und Gemeinden zusammen-schließen,
wird das: Landkreis genannt.

Der Landkreis kümmert sich um das Wohl der Menschen.

Zum Beispiel:

  • Er baut große Kranken-Häuser.

Wir wohnen im Landkreis: Waldeck-Frankenberg

Zu dem Landkreis Waldeck-Frankenberg gehören viele Städte.

Zum Beispiel:

  • Korbach
  • und Bad Arolsen.

Die Menschen aus dem Landkreis wählen gemeinsam den Landrat.
In Waldeck-Frankenberg ist der Landrat: Herr Dr. Kubat.
Herr Dr. Kubat kümmert sich um alle Menschen im Landkreis:

Zum Beispiel:

  • Um Menschen aus anderen Ländern
  • und um Menschen mit einer Beeinträchtigung

Herr Dr. Kubat sagt:
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sollen überall mit-machen und mit-bestimmen.
Das nennt man Teil-Habe.
Ein anderes Wort für Teil-Habe ist:
Inklusion

Eine Arbeits-Gruppe hilft dem Landrat bei seiner Arbeit.
Die Arbeits-Gruppe heißt:
Arbeits-Gruppe Inklusion

Sie sagen:
Nichts über uns - ohne uns.

Damit meinen sie:
Die Menschen mit einer Beeinträchtigung sind die Fach-Leute.
Sie kennen sich besonders gut im Leben mit einer Beeinträchtigung aus.

Sie können zum Beispiel sagen:
Treppen im Haus sind Hindernisse.
Da kommen Menschen mit dem Roll-Stuhl allein nicht hoch.

Deshalb braucht die Arbeits-Gruppe Hilfe von Menschen mit einer Behinderung.

Sie möchten wissen:

  • Ob die Menschen mit einer Beeinträchtigung überall teil-nehmen können.
  • Und was sie noch im Land-Kreis besser machen können.

Frau Stephanie Hofmann und Frau Yasmine Seibel
arbeiten in der Arbeits-Gruppe Inklusion mit.

Sie sagen:
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Bitte sagen Sie uns:

  • Ihre Wünsche.
  • Und Ihre Ideen.
  • Sie möchten mit-machen.

Kontaktdaten

Die Telefon-Nummer ist:

0 56 31 95 48 15 oder 0 56 31 94 48 09

Die E-Mail-Adresse ist:

teilhabe-leben@landkreis-waldeck-frankenberg.de

Die Post-Adresse ist:

Landkreis Waldeck-Frankenberg
Südring 2
34497 Korbach



Quellennachweis:
Das Büro für Leichte Sprache aus dem Bathildisheim e.V. hat den Text um-geschrieben.
Der Text wurde von H. Klange aus dem Bathildisheim e.V. geprüft.