Toleranter Filmwinter: Netzwerk für Toleranz zeigt am 21. Februar "Die andere Seite der Hoffnung"

Veröffentlicht am: 05.02.2020
Kino

Das Netzwerk für Toleranz Waldeck-Frankenberg lädt alle Kinofans am 21. Februar um 18.30 Uhr ins Kino in das Gemeindehaus Kilian in Korbach ein. Gezeigt wird im Rahmen der Ausstellung „YouniWorTH“, die das Netzwerk unter anderem gemeinsam mit dem Jugendmigrationsdienst organisiert hat, die Komödie „Die andere Seite der Hoffnung“.

Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki inszeniert die Geschichte des syrischen Flüchtlings Khaled Ali, der als blinder Passagier nach Finnland gelangt. In diesem kühlen Land, in welchem niemand ein Wort zu viel zu sprechen scheint, geschweige denn Emotionen zu zeigen, stellt Ali seinen Asylantrag. Wie das Schicksal es will, wird dieser abgelehnt. Doch Ali hat Glück und trifft auf den frisch gebackenen Restaurantbesitzer Wikström, der ebenfalls einen Neuanfang wagt und ihn einstellt. Alles scheint ein gutes Ende für die beiden Männer zu nehmen, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, selbst im Film nicht.

Kaurismäkis Film ist ein Plädoyer für die Menschlichkeit und klagt die Engstirnigkeit der Bürokratie an. Mit viel Witz, einem humorvollen Blick auf die finnische Gesellschaft und einer, dem Thema angemessenen, Ernsthaftigkeit kritisiert der Regisseur den Umgang mit Menschen in Not, der in vielen Staaten Europas seit 2015 herrscht.

Die Ausstellung „YouniWorTH“, in deren Rahmen der Film gezeigt wird, ist vom 17. bis 26. Februar im Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach zu sehen. Die Ausstellung ist interaktiv und thematisiert neben der Frage „Wie wollen wir zusammen leben?“ verschiedene Fluchtgründe. Um Anmeldung für Führungen für Gruppen wird gebeten bei: julia.sander@ib.de oder 06451/ 718 696 4.

Der „Tolerante Filmwinter“ wird bereits zum dritten Mal in Kooperation mit dem Kino Willingen durchgeführt. Der Eintritt ist wie immer frei. Das Netzwerk für Toleranz Waldeck-Frankenberg wird als Partnerschaft für Demokratie durch das Bundesprogramm des Bundesfamilienministeriums „Demokratie leben!“ sowie durch das hessische Innenministerium finanziert. Weitere Informationen zum Netzwerk und zum „Toleranten Filmwinter“ sind über die Koordinatorin des Netzwerks Ursula Müller unter E-Mail ursula.mueller@lkwafkb.de zu erhalten.