Abfallberatung : In Waldeck- Frankenberg sind kompostierbare Plastiktüten für die Biotonne nicht zugelassen!

Veröffentlicht am: 24.08.2009

Immer häufiger sieht man in den Geschäften Plastiktüten und Tragetaschen mit dem Aufdruck „kompostierbar" aus Mais-, Kartoffelstärke oder ähnlichem Material, die gut für die Sammlung der Bioabfälle in der Küche geeignet sein sollen. Auf der Verpackung der angeblich gut kompostierbaren Kunststoffbeutel ist vermerkt, dass die Kommune befragt werden soll, ob diese Plastiktüten in der Kommune genutzt werden können.

Der Bioabfall in Waldeck - Frankenberg  wird an den Kompostierungsanlagen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft in Geismar und Flechtdorf verarbeitet.  Hier werden Bioabfälle in wenigen  Wochen  zu fertigem Kompost umgewandelt. Für den vollständigen Abbau des Bioplastiks ist diese Zeit viel zu kurz, so die Abfallberatung. Plastiktüten und -beutel, egal ob sie aus Erdöl oder Maisstärke hergestellt sind, stören die Verwertung im Kompostwerk. Daher sind die so genannten kompostierbaren Plastikbeutel und Tragetaschen, sowie auch herkömmliche Plastiktüten im Landkreis nicht für die Biotonnen zugelassen. Die mittlerweile zahlreich enthaltenen Kunsstoffbeutel müssen von den Mitarbeitern im Kompostwerk in mühseliger Handarbeit aussortiert werden. Die zusätzlichen Kosten hierfür tragen  letzten Endes alle Gebührenzahler.

Statt der vermeintlich kompostierbaren Tüten empfiehlt es sich, den Bioabfall schon in der Küche in Zeitungspapier oder anderes Altpapier einzuwickeln. So werden die Fliegen von den Bioabfällen ferngehalten und damit einer Madenbildung in der Biotonne weitgehend vorgebeugt. Bei stärkeren Problemen im Sommer empfiehlt sich das lagenweise Einstreuen von geringen Mengen Kalk in die Biotonne.  Außerdem werden die Flüssigkeiten im Bioabfall durch das Zeitungspapier gut aufgesaugt, so dass die Biotonne nicht so stark verschmutzt. Die als kompostierbar bezeichneten Plastikbeutel und Tragetaschen gehören hingegen immer in die Restmülltonne.

Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner erhalten weitere Infos bei der Abfallberatung ( 06451 -743746 ) oder unter www.abfallw-wa-fkb.de.