Spritze wird für eine Impfung an einen linken Oberarm angesetzt

Häufig gestellte Fragen zum Impfen

Häufig gestellte Fragen zum Impfen 

Ob Termine, Priorisierung, die Impfnachrücker-Plattform des Landkreises, die verschiedenen Impfstoffe oder das mobile Impfen: Rund um das Thema Impfen gibt es in der Corona-Pandemie zahlreiche Fragestellungen. Die häufig gestellten Fragen und Antworten sind hier auf einen Blick zusammengefasst: 


Termine


Priorisierung

  • Wo finde ich Informationen darüber, ob ich derzeit für eine Impfung berechtigt bin?

    Geimpft wird auch in Waldeck-Frankenberg nach der Priorisierung der Impfverordnung des Bundes. Informationen darüber, wer welcher Priorisierungsgruppe angehört, gibt es online unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/corona-impfverordnung-1829940 oder auch auf dem Terminvergabe-Portal des Landes Hessen unter www.impfterminservice.hessen.de oder www.impfterminservice.de sowie über die Telefonnummern 116 117 oder 0611 – 505 92 888.

  • Wann wird die Priorisierung nach der Impfverordnung des Bundes aufgehoben?

    Mit der Aufhebung der Priorisierung ab Montag, 7. Juni 2021 besteht für alle Personen ein Anspruch auf eine Schutzimpfung - unabhängig von ihrem Alter, ihrem Gesundheitszustand sowie ihrer beruflichen Tätigkeit und einem damit zusammenhängenden signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf.

  • Können Kinder und Jugendliche bereits geimpft werden?

    Die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) hat den Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. 

    Das Impfzentrum Korbach folgt der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer zu impfen.

    Sollte Ihr Kind zu dieser Gruppe gehören, können Sie eine E-Mail an amtsarzt@lkwafkb.de schicken mit der Nennung der Vorerkrankung und einem ärztliches Attest als Nachweis. Dort erhalten Sie auch alle erforderlichen Formulare, die Sie für den Impftermin benötigen.

    Eine generelle Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit von der STIKO nicht empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung bei Hausärzten möglich.

  • Kann ich mich als Genesener impfen lassen? Und wenn ja, mit welchen Impfstoffen?

    Bei immungesunden Personen, die eine labordiagnostische gesicherte Infektion durchgemacht haben, sollte eine einmalige Impfung frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden. Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch die einmalige Boosterung durch die Impfung zu einer sehr guten Immunantwort. Für die Impfung von priorisierten Genesenen können alle zugelassenen Impfstoffe verwendet werden. Tritt nach Verabreichung der ersten Dosis eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion auf, kann nach Ansicht der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut die Verabreichung der zweiten Dosis ebenfalls erst frühestens sechs Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen.

  • Wo bekomme ich Informationen zu Härtefall-Regelungen?

    In der Regel sind nahezu alle Härtefälle in den ersten drei Priorisierungsgruppen, für die man sich bereits registrieren kann, abgebildet.  

  • Was bedeutet es, dass das Land Hessen die Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca aufgehoben hat?

    Das bedeutet, dass sich nun auch diejenigen mit AstraZeneca impfen lassen können, die NICHT den aktuell geöffneten Priorisierungsgruppen 1 bis 3 angehören. Eine Anmeldung ist hier aber nicht über das Terminvergabeportal des Landes Hessen und auch nicht über die Impfnachrücker-Plattform des Landkreises Waldeck-Frankenberg möglich, sondern kann aktuell NUR über den Hausarzt erfolgen. Der Impfstoff von AstraZeneca wird aktuell von der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut nur für Personen ab 60 Jahre empfohlen. Voraussetzung für eine Impfung von Personen unter 60 Jahren ist daher die individuelle Bereitschaft des Impfwilligen sowie ein entsprechendes Aufklärungsgespräch beim Arzt und eine individuelle Risikoabwägung. 


Impfnachrücker-Plattform

  • Was ist die Impfnachrücker-Plattform des Landkreises und wie funktioniert sie?

    Die Impfungen sind ein wichtiger Baustein in der Pandemie-Bekämpfung. Impfdosen, die am Ende eines Tages im Impfzentrum in Korbach übriggeblieben sind, sollen im Landkreis Waldeck-Frankenberg zügig an Ersatzkandidaten verimpft werden. Dafür hat der Landkreis die digitale Impfnachrücker-Plattform eingerichtet. Über die Plattform wird berechtigten Impfkandidaten nach Impfverordnung per Zufallsprinzip am Ende eines Impftages dann ein spontanes Terminangebot per SMS gemacht – jedoch nur, wenn Impfdosen übrig sind.

  • Wie kann ich mich auf der Plattform anmelden?

    Angehörige priorisierter Gruppen können sich online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/impfnachruecker für einen Nachrücker-Termin registrieren. 

  • Wer darf sich als Nachrücker anmelden?

    Grundsätzlich kann sich jeder anmelden, der im Landkreis Waldeck-Frankenberg lebt, der Priorisierungsgruppe 1 bis 3 nach der Corona-Impfverordnung angehört und seine Erstimpfung noch nicht erhalten hat. 

  • Wie wird ausgewählt, wer einen Nachrücker-Termin bekommt?

    Das System sendet seine Nachrückangebote nicht jedes Mal an sämtliche Interessenten. Es wählt automatisiert nur einen Kreis von Personen aus. Dieser Kreis wird nach dem Zufallsprinzip in Verbindung mit der Priorisierungsgruppe und dem bevorzugten Impfstoff bestimmt. Mit dem Zufallsprinzip wird sichergestellt, dass nicht immer nur die gleichen Personen ein Nachrückangebot erhalten.

  • Wie flexibel muss ich sein, um einen Nachrücker-Termin zu bekommen?

    Eine konkrete Uhrzeit bekommt man per SMS. In der Regel wird der Termin innerhalb weniger darauffolgender Stunden angesetzt, damit gewährleistet werden kann, dass alle priorisierten Nachrücker – unabhängig davon wo sie im Landkreis leben – die gleichen Chancen haben. 

  • Wann kann ich mit einer SMS-Benachrichtigung rechnen?

    Es gibt keine Garantie darauf, dass man in jedem Fall kontaktiert wird. Die digitale Nachrückerliste ist ausschließlich dazu gedacht, dass keine Impfdosen verfallen. Sind Dosen übrig – etwa weil jemand anderes seinen Impftermin nicht wahrgenommen hat – erhalten registrierte Personen eine SMS mit einem sehr kurzfristigen Terminangebot. Das System wählt die Personen unter Berücksichtigung der Priorisierungsgruppen und des bevorzugten Impfstoffs zufällig aus.

  • Was ist, wenn ich eine SMS bekomme, den Termin aber nicht wahrnehmen kann?

    Das ist absolut verständlich und kein Problem. Durch das Zufallsprinzip wird zwar sichergestellt, dass nicht immer nur die gleichen Personen ein Nachrückangebot erhalten, man hat dennoch die Chance, bei weiteren Nachrücker-Runden ein neues Angebot zu erhalten. Wenn man eine SMS bekommen hat und den Termin nicht wahrnehmen kann, kann man die SMS entweder ignorieren oder darauf mit dem Wort „NEIN“ (in Großbuchstaben und ohne Satzzeichen) antworten.

  • Kann ich als Nachrücker einen bevorzugten Impfstoff auswählen?

    Ja, man kann bei der Registrierung einen bevorzugten Impfstoff angeben und wird auch nur dann kontaktiert, wenn dieser an einem Tag übrig sein sollte. Es werden dann nur diejenigen in das Auswahlsystem mit eingezogen, die den angegebenen Impfstoff bevorzugen. Ihre Chance auf einen Nachrückertermin erhöhen sich, wenn Sie mehrere Impfstoffe auswählen.

  • Was ist, wenn ich bereits einen Impftermin über das Terminvergabeportal des Landes habe?

    Das ist kein Problem. Bitte tragen Sie bei der Anmeldung im Nachrücker-Formular dann einfach das Datum des bislang geplanten Termins ein. Sollten Sie Ihre Erstimpfung bereits erhalten haben, antworten Sie – falls Sie ein Impfangebot per SMS bekommen – bitte darauf mit dem Wort LÖSCHEN (in Großbuchstaben und ohne Satzzeichen). Sollte Ihre Impfung als Nachrücker früher sein, als Ihr Termin des Landes Hessen, sagen Sie bitte im Terminvergabeportal des Landes Ihren Termin ab.

  • Kann ich mich als Nachrücker anmelden, wenn ich die Erstimpfung bereits erhalten habe?

    Nein. Man kann nur so lange als Nachrücker berücksichtigt werden, solange man noch keinen Ersttermin wahrgenommen hat. Sollten Sie trotz bereits stattgefundener erster Impfung einen Terminvorschlag per SMS erhalten, antworten Sie auf diesen bitte mit dem Wort LÖSCHEN (in Großbuchstaben und ohne Satzzeichen).

  • Kann ich meinen Nachrücker-Termin weitergeben?

    Nein. Die Anmeldung gilt nur für einen selbst und ist unveränderlich. Eine Weitergabe des Terminangebots an eine andere Person ist nicht möglich. Dies bedeutet auch, dass jede Handynummer nur für eine Person genutzt werden kann.

  • Kann ich mit einer Nummer mehrere Personen anmelden?

    Nein. Jede Handynummer kann nur einmal genutzt werden. Wenn sich eine andere Person unter der gleichen Nummer anmeldet, verfällt die erste Anmeldung.

  • Wer kann mir bei Problemen mit der Impfnachrücker-Plattform helfen?

    Bei Problemen mit der Impfnachrücker-Plattform kann man sich per E-Mail an impfnachruecker@lkwafkb.de wenden.

  • Wann werden weitere Priorisierungsgruppen auf der Impfnachrücker-Plattform geöffnet?

    Sobald weitere Priorisierungsgruppen auf der Impfnachrücker-Plattform freigeschaltet werden, wird der Landkreis dies entsprechend kommunizieren – über die Tageszeitungen, auf der Webseite des Landkreises und über die Sozialen Medien. Ein Zeitpunkt dafür steht aktuell noch nicht fest. 

  • Darf ich mich trotz Anmeldung über das Terminvergabeportal des Landes Hessen zusätzlich auf der Impfnachrücker-Plattform registrieren?

    Ja. 

  • Wie kann ich mich von der Impfnachrücker-Plattform abmelden, wenn ich inzwischen ein Impfangebot bekommen habe?

    Die Abmeldung von der Impfnachrücker-Plattform erfolgt folgendermaßen: Sobald man per SMS ein Impfangebot bekommen, antwortet man auf diese Benachrichtigung ebenfalls per SMS mit dem Wort LÖSCHEN (in Großbuchstaben und ohne Satzzeichen) und wird dann aus dem System gelöscht. 

  • Was muss ich zur Impfung mitbringen?

    Zum Termin muss der Personalausweis, ggf. Impfpass, Krankenkassenkarte, das ausgefüllte Aufklärungs-Merkblatt und der ausgefüllte Einwilligungsbogen für den jeweiligen Impfstoff sowie der Nachweis zur entsprechenden Priorisierungsgruppe (Arbeitgeberbescheinigung, wenn Sie im Gesundheitsbereich oder Pflegedienst arbeiten/ Dienstausweis und Bestätigung Ihres Tätigkeitsfeldes/ Bestätigung der Einrichtung/ ärztliches Attest) mitgebracht werden. Die aktuellen Unterlagen werden auf der Internetseite des Landes Hessen bereitgestellt.


Impfstoffe

  • Gibt es eine freie Impfstoffwahl?

    Aktuell kann man das Serum, mit dem man gern geimpft werden möchte, nicht frei wählen.

  • Was passiert, wenn ich mich mit dem mir angebotenen Impfstoff nicht impfen lassen möchte?

    Aktuell bedeutet das, dass Sie zeitnah kein anderes Impfangebot bekommen werden.  

  • Wie ist die Vorgehensweise, wenn man bei der Erstimpfung AstraZeneca bekommen hat und bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff erhalten soll?

    Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut, dass Menschen unter 60 Jahre nach einer Erstimpfung mit dem Serum von AstraZeneca bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff von Moderna oder BioTech & Pfizer bekommen sollen. 

  • Darf ich bei der Zweitimpfung trotzdem AstraZeneca bekommen, wenn ich es ausdrücklich wünsche? 

    Sofern AstraZenenca zum Zeitpunkt Ihres Zweitimpftermins verfügbar ist, können Sie nach einer individuellen medizinischen Beratung und Risikoabwägung diesen nach Möglichkeit bekommen.

  • Welche Impfstoffe gibt es und wie wirken diese?

    Aktuell stehen die Seren der Unternehmen AstraZeneca, Moderna , BionTech & Pfizer und Johnson & Johnson zur Verfügung

    Die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson &Johnson sind  so genannte Vektor-Impfstoffe. Diese funktionieren so: Durch ein für uns vollkommen ungefährliches Botenvirus transportiert das Serum eine Kopie eines kleinen Teils des Corona-Erbguts in unsere Zellen. Unser Körper reagiert darauf und bildet Proteine, an denen unser Immunsystem seine Abwehr trainieren kann. Kommen wir dann tatsächlich mit dem Coronavirus in Kontakt, sind wir gewappnet. Diese Art Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren, gibt es seit einigen Jahren.

    Die Impfstoffe von Moderna und BionTech & Pfizer sind so genannte MRNA-Impfstoffe. Sie funktionieren so: Sie verwenden keinen Trägervirus, sondern transportieren den Bauplan des Coronavirus selbst in unseren Körper, sodass dieser ihn eigenständig nachbaut – und so eine Immunabwehr aufbaut. Im endgültigen Resultat also unterscheiden sich die Impfstofftypen daher gar nicht großartig voneinander. Übrigens ist bei beiden Wirkungsweisen keine Beeinträchtigung unseres Erbguts oder der Fruchtbarkeit möglich

    Bei den Impfstoffen von BionTech Pfizer , AstraZeneca und Moderna sind zwei Impfungen in unterschiedlichen Abständen erforderlich. Beim Impfstoff Johnson&Johnson ist eine Impfung für den vollständigen Impfschutz ausreichend. Der vollständige Impfschutz beginnt 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfung.


Mobiles Impfen